Thomas Diem als Herbrechtinger Beigeordneter wiedergewählt

Gut lachen hatte Herbrechtingens Beigeordneter Thomas Diem (Zweiter von links) angesichts seiner Wiederwahl. Zu den Gratulanten gehörten (von links) Martin Müller (Freie Wähler), Bürgermeister Dr. Bernd Sipple, Georg Buck (hinten; CDU) und Walter Fuchslocher (SPD).
Gut lachen hatte Herbrechtingens Beigeordneter Thomas Diem (Zweiter von links) angesichts seiner Wiederwahl. Zu den Gratulanten gehörten (von links) Martin Müller (Freie Wähler), Bürgermeister Dr. Bernd Sipple, Georg Buck (hinten; CDU) und Walter Fuchslocher (SPD). © Foto: Foto: bren
MICHAEL BRENDEL 23.03.2012
16 Ja- und vier Gegenstimmen: Der Herbrechtinger Gemeinderat hat Thomas Diem mit deutlicher Mehrheit für weitere acht Jahre zum Beigeordneten gewählt. Für den 50-Jährigen ist es die zweite Amtszeit.

Als sich Thomas Diem am 12. Februar 2004 erstmals zur Wahl um das Amt des Herbrechtinger Beigeordneten stellte, hatte er es mit zwei Konkurrenten zu tun. Nach einer anspruchsvollen Bewerbervorstellung setzte er sich seinerzeit souverän durch und erhielt 24 von 27 Stimmen.

Am vergangenen Donnerstag mussten die Stadträte lediglich entscheiden, ob sie für oder wider Diem votieren wollten, nachdem der einzige Gegenkandidat knapp drei Wochen zuvor seinen Verzicht erklärt hatte.

Eine ausführliche Vorstellungsrunde war somit überflüssig, gleichwohl nutzte Diem die Gelegenheit, in eigener Sache auf die vergangenen acht Jahr zurückzublicken. Das Zweckmäßige sei getan, das Notwendige erreicht worden, sagte Diem, wobei es gute wie auch schlechte Zeiten gegeben habe. Alles in allem stehe Herbrechtingen heute in finanzieller Hinsicht besser da als 2004. Die Stadt weise mit drei Millionen Euro den geringsten Schuldenstand seit 30 Jahren auf, und ein Wert von 250 Euro pro Kopf könnten sich ebenfalls sehen lassen.

Als ebenso bemerkenswert bezeichnete Diem die Rücklagen in Höhe von zwei Millionen und die während seiner ersten Amtszeit von 430 auf 720 Euro je Einwohner gestiegene Finanzkraft. Herausragende Beispiele für die Weiterentwicklung der Stadt sind aus Sicht des Beigeordneten die Bauland- und Grundstückspolitik, die Sanierung des Ortskerns, der Anschluss an die Kläranlage in Mergelstetten, das Wachsen der Technischen Werke und die auch unter seiner Ägide als kaufmännischer Geschäftsführer – gleichwohl im Zusammenwirken mit dem technischen Geschäftsführer Helmut Schönberger aus Giengen – forcierte Ansiedelung von Unternehmen im Industriepark an der A 7.

Nicht unerwähnt ließ Diem freilich, dass in der Öffentlichkeit nicht jede Entscheidung positiv bewertet worden sei. Als Beispiel nannte er die Kontroverse um die Krautgärten im Eselsburger Tal, die schlussendlich jedoch zur beiderseitigen Zufriedenheit habe beigelegt werden können.

Er fühle sich in Herbrechtingen privat wie beruflich sehr wohl, sagte Diem und sicherte zu, sich weiterhin mit großem Engagement für die Belange der Stadt einzusetzen. Als besonders wichtige Aufgaben warteten in der näheren Zukunft der Bau des Kinderhauses, die Umstellung auf die kommunale Doppik als neues Rechnungssystem sowie noch nicht absehbare Veränderungen aufgrund der Schulpolitik.

Diem plädierte dafür, die anstehenden Sanierungsmaßnahmen mit einem auf 15 bis 20 Millionen Euro geschätzten Kostenvolumen aus Verantwortung den nachfolgenden Generationen gegenüber anzupacken und nicht so lange zu schieben, bis nur der Abriss von Gebäuden übrig bleibe.

Dass die überwiegende Zahl der Stadträte mit Diems Arbeit zufrieden sind, lässt sich am Ergebnis der geheimen Wahl ablesen: 16 der anwesenden Mitglieder gaben ihm ihre Stimme, vier votierten gegen ihn.

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