Eselsburg / HZ  Uhr
Eine Veranstaltung im Himmelszeit möchte ein Zeichen gegen Verschwendung von Lebensmitteln setzen.

Zur "Schnippeldisco" lädt die Bio-Musterregion Heidenheim plus am 18. Mai ins Himmelszelt im Eselsburger Tal ein. Ab 18 Uhr wird dort gemeinsam Gemüse geschrubbt, geschnippelt und natürlich verzehrt. Zubereitet werden Lebensmittel, die aufgrund eines vermeintlichen Makels nicht mehr verkauft werden können.

Zweibeinige Karotten

„Mit der Organisation der ‘Schnippeldisco’ wollen die Auszubildenden des Landratsamtes und des Real-Markts Heidenheim ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen und zeigen, dass auch zweibeinige Karotten und zu groß geratene Zucchini richtig gut schmecken“, sagt Johanna Böll, die Regionalmanagerin der Bio-Musterregion.

Gute Musik sorgt dafür, dass neben dem Kochlöffel auch das Tanzbein geschwungen werden kann. Denn die "Schnippeldisco" geht fließend in den Multi-Kulti-Abend des Himmelszelts mit dem Motto „Bring & Share“ über. Für das gemeinschaftliche Büfett können weitere Speisen mitgebracht und auf einer offenen Bühne Lieder, Tanz oder Poetisches dargeboten werden.

Zu viel Essen landet im Müll

Johanna Böll freut sich besonders über das Engagement der Azubis rund um die Schnippeldisco und für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln und die Arbeit der Landwirte. Denn immer noch landet zu viel Essen im Mülleimer: Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen gehen fast 40 Prozent der Lebensmittel, die für den menschlichen Konsum hergestellt werden, verloren. Einen großen Anteil nehmen dabei die Lebensmittelabfälle in Privathaushalten ein. Auch auf dem Weg vom Feld bis in den Supermarkt geht ein großer Teil an Gemüse, das nicht der Norm entspricht, verloren. „Dass das nicht sein muss und man auch Lebensmittel mit Schönheitsfehlern verkochen und verzehren kann, darauf wollen wir bei der "Schnippeldisco" aufmerksam machen“, betont Böll.

Eine App hilft weiter

Für die "Schnippeldisco" ist der Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auch immer mehr Supermärkte und Restaurants treten gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln ein. Eine Möglichkeit hierfür ist etwa die App „too good to go“, über die Verbrauchern überschüssiges Essen angeboten wird.