Herbrechtingen Draufgeblickt (16): Sturm war der Erste im Gewerbegebiet Vohenstein

Herbrechtingen / Günter Trittner 17.08.2018
Nach und nach haben sich in dem Industriegebiet an der B 19 immer mehr Unternehmen angesiedelt. Noch heute wächst es stetig, zwei Firmen haben derzeit Erweiterungspläne.

Als im Jahr 1992 Hermann Sturm sein neues Sägewerk im Industriegebiet Vohenstein eröffnete, war das Familienunternehmen das erste Werk auf dem Areal. Gerade 26 Jahre sind seither vergangen, doch die Welt zwischen der B 19 und der Robert-Bosch-Straße ist eine ganz andere geworden. Das Unternehmen Sturm selbst hat maßgeblich diese Entwicklung vorangetrieben: Als Bauherr und Finanzier großer Logistikhallen für die Spedition Schwarz und Bosch-Siemens-Hausgeräte und als Ideengeber und Entwickler für das 2004 eingeweihte Biomasse-Heizkraftwerk.

Zweite große Hausnummer und ebenfalls mit einem Schwerpunkt auf Logistik ist im Vohenstein die Firma Hartmann. Sie hat hier ihr durchgehend in Weiß gehaltenes Logistikzentrum Süd und eine Fertigung für Inkontinenzprodukte errichtet.

2006 war das Pelletswerk hinzugekommen, 2012 siedelte Esband Schlatterer einen Teil der Produktion von der Alt-Ulmer-Straße in den Vohenstein um und wurde Nachbar von Hartmann.

Die jüngste Großinvestition geht auf dem eigentlich als schwierig geltenden Grund im Vohenstein (Humus, Torf und Kies machen teils Pfahlgründungen erforderlich) geht wieder auf das Konto von Sturm. Das Unternehmen baut eine Kühlhalle für den Discounter Lidl auf dem verbliebenen Rest des Sägewerkareals. Dieses hatte 2011 schließen müssen.

Einkaufen gleich nebenan

Vergleicht man beide Luftaufnahmen, ist zu erkennen, dass sich linkerhand in der Nähe zur Stadt ein Einkaufsquartier mit Tankstelle entwickelt hat. Aldi und Lidl wurden dort 2002 die ersten Ankerpunkte. Mit dem Baugebiet Hinteres Feld hat sich die Stadt selbst in Richtung des Gewerbegebietes ausgeweitet. Aktuell befassen sich zwei Herbrechtinger Unternehmen mit Erweiterungsplänen, die in einem Fall bis ins benachbarte Längenfeld ausgreifen. 6,5 Millionen Mark hatte Herbrechtingen um das Jahr 2000 als Erschließungskosten für zehn Hektar große Gelände berechnet. Immer noch ist der Endausbau der Robert-Bosch-Straße nicht abgeschlossen.

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