Die Besucher des internationalen Straßenfestes in Heidenheim und des Festivals am Härtsfeldsee in Dischingen wurden wohl am meisten überrascht von der Gewitterfront, die am Samstagabend gegen 21.15 Uhr über den Landkreis zog.

Beim Rockfestival am Härtsfeldsee (etwa 6000 Besucher) wurden Zelte vom Wind mitgerissen. Durch die durch die Luft fliegenden Gegenstände wurden zehn Menschen verletzt, sieben von ihnen mussten vor Ort behandelt werden, drei wurden in umliegende Kliniken eingeliefert.

Nach dem Unwetter wurde ein Teil der Gäste von der Feuerwehr mit Mannschaftstransportwagen und Bussen in die Turnhallen der Gemeinde Dischingen gebracht, wo sie die Nacht verbringen mussten. Das Festival wurde beendet.

Zudem fiel aufgrund des Unwetters in Sontheim an der Brenz der Strom für mehrere Stunden aus. Im bayerischen Gundelfingen stürzten Bäume, nach Zeugenaussagen, auf die Straße. Laut Meldungen der Augsburger Allgemeinen soll auf der Bundesstraße 16 zwischen Gundelfingen und Günzburg eine Autofahrerin ums Leben gekommen sein, als ein Baum auf ihren Wagen stürzte.

Nach dem Ende des Fußballspiels zwischen dem FCH und Augsburg (Testspiel, 2:1 für Heidenheim) kam es auf dem Weg zum Bahnhof zu einer Auseinandersetzung zwischen etwa 40 Fans aus Heidenheim und aus Augsburg mit Körperverletzungen. Die Polizei musste Pfefferspray einsetzen. Die Personalien der Augsburger Fans wurden aufgenommen, dadurch verpassten diese den Zug um 21 Uhr. Der nachfolgenden Zug konnte aufgrund des Unwetters nicht mehr fahren, da ein Baum auf die Gleise gefallen war. Daher verbrachten die Augsburger Fans die Nacht in Heidenheim und wurden von der Polizei bis zu ihrer Abreise überwacht.