Verkehr Stau in Brenz: EnBW verlegt Stromkabel

Brenz / Klaus-Dieter Kirschner 24.05.2013
Noch bis Ende kommender Woche müssen sich tagsüber Autofahrer auf der Sontheimer Straße in Geduld üben. Wegen Bauarbeiten im Bereich der Brenzbrücke und davor regelt eine Baustellenampel den Verkehr. Die EnBW verlegt für die künftige „unterirdische“ Stromversorgung Erdkabel.

Ortsbaumeister Martin Kettner weiß um die derzeit vielen Staus auf der Ortsdurchfahrt. Lange werden sie nicht mehr die Autofahrer ärgern, denn Ende kommender Woche sei das Gröbste überstanden und die halbseitige Sperrung nicht mehr erforderlich.

In Alt-Brenz stellt die EnBW als örtlicher Anbieter die Stromversorgung um: Künftig fließt der Strom via Erdkabel in die Gebäude, Freileitungen und Dachständer würden dann abgebaut.

Es wurden 20-kV-Kabel und die Kabel zur Versorgung der Gebäude verlegt. Die Stromkunden müssen die Umstellung vom Dach auf das Erdkabel aus eigener Tasche bezahlen, was ja auch einer Modernisierung entspricht, sagte Bauleiter Finkel auf Anfrage der Kreisredaktion. Die EnBW investiert insgesamt 175 000 Euro.

Gemeinde nutzt die Gelegenheit und baut auch

Nachdem schon die Bagger unterwegs sind, Gehwege oder Straßen aufreißen müssen, nutzt die Gemeinde die Gelegenheit und lässt dort, wo sie sowieso saniert werden müssten, die Gehwege mit einem neuen Belag überziehen.

Tagsüber, während der regulären Arbeitszeit, regelt auf der Sontheimer Straße zwischen der Fußgängerfurt am Aufgang zur Galluskirche und der Fetzermühle eine mobile Ampel den Verkehrsfluss. Das Verkehrsaufkommen ist enorm, die Staus beiderseits der Baustelle sind mitunter lang. Auffällig ist die große Zahl an Sattelzügen und Lastwagen, die sich täglich durch den Ort quält. Die Grün- bzw. Rotphase der Baustellen-Ampel ist lang, wird augenscheinlich aber auch vom Verkehrsfluss bestimmt.

Kuriosum: Gleich zwei Ampeln hintereinander

Bei der Galluskirche ist nun das Kuriosum zu beobachten, dass die Verkehrsteilnehmer gleich vor zwei Ampeln stehen. Die Druckknopfampel für die Fußgänger zeigt Grün, die Baustellenampel wenige Meter weiter strahlt vielleicht gerade Rot. Dort ist, wenn die Bauarbeiter beim täglichen Ausrichten der fahrbaren Ampel nicht aufpassen, das Rotlicht zeitweise von einem Ast verdeckt und die Signalanlage unter Umständen nicht sofort zu erkennen – vor allem, wenn der Verkehr am Fließen ist und sich noch nicht staut.

Martin Kettner weiß um die Problematik und hofft, dass es trotzdem nicht zum Unfall kommt. An besagter Stelle beim einstigen Feuerwehrhaus und der hohen Kirchhofmauer sei die Lage leider verzwickt. Die Arbeiten zur Verlegung der Erdkabel hatten im Bereich der Bächinger Straße und am Osianderweg ihren Ausgang genommen. Auch wurde am Marktplatz der Dachständer von einem der Gebäude abgebaut.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel