Starke Männer stemmten den Maibaum in Brenz

Klaus-Dieter Kirschner 01.05.2012
Einmal im Jahr muss das sein: Eine gute halbe Stunde ist der Marktplatz in Brenz verkehrsfreie Zone. Dort will der Maibaum geschmückt und dann sofort aufgestellt sein.

Gut 150 Leute hatten sich auf dem Brenzer Marktplatz vor dem ehemaligen Feuerwehrhaus eingefunden, das heute Rotkreuz-Heimat ist. Mit einem großen Traktor war der Maibaum, eine Birke, ins Dorf geholt und neben Frankowitschs prächtigen Metalltieren auf ein Holzgestell gelegt worden. Die diversen Handwerkswappen lagen bereit und auch die Kinder aus dem Kindergarten waren da und fieberten ihrem Auftritt entgegen. Sie schmückten den Maibaum mit bunten Bändern. Nach Kräften halfen auch Väter und Großväter, Mütter und Großmütter mit.

Derweil war die Feuerwehr Sontheim mit ihrem neuen Löschfahrzeug zur Stelle, um für die nötige Sicherheit zu sorgen. Der neue Vorsitzende des Turnvereins Brenz, Karl Malisi, betätigte sich als Moderator und war überglücklich, dass „das Aufstellen des Maibaums so ein großes Interesse findet.“

Nun gab es auch den einen oder anderen Autofahrer, der gar keinen Spaß verstand und nicht warten wollte. Ganz Pfiffige suchten sich den Schleichweg am Stau und Schloss vorbei und standen just an der Kirchenmauer, an der die starken Männer des TV den Maibaum in die Senkrechte wuchteten. Angefeuert übrigens von den Kindergartenkindern: „Hauruck – hauruck“ kommandierten die „Pöpse“.

Bürgermeister Matthias Kraut gratulierte in kurzer Rede dem TV Brenz, dessen Handballer in der Relegation den Klassenerhalt schafften und würdigte das gute Miteinander im Dorf. Der Dank galt auch der Landjugend, die sich tanzend auf dem Marktplatz zeigte. Dort waren zuvor die Kindergartenkinder im Kreis unterwegs. Für alle gab es viel Beifall.

Nachdem der Maibaum schließlich mit Keilen gesichert war, konnten auch die Sicherungsseile fallen und die „Schwalben“ eingeholt werden. Letztere fliegen nicht, sondern dienen als hölzerne Stützen dazu, dass die buntgeschmückte Birke beim Aufrichten in ihr Loch am Fuße der Kirchhofmauer rutschen kann. Und das sah alles ganz leicht aus. Zum Dank gab es für die kräftigen Akteure Freibier, das besonders süffig sein soll!

Info Die Heidenheimer Tageszeitungen veranstalten wieder einen Maibaum-Wettbewerb. Mehr dazu auf www.hz-online.de/maibaum
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