Kreis Heidenheim Neue Betrugsmasche: Spezialist warnt vor Dach-Haien

Vorsicht vor sogenannten Dach-Haien: Derzeit sind fahrende Dachdecker unterwegs, die plötzlich vor der Türe stehen. Ein Experte warnt: Ein seriöser Innungsbetrieb würde niemals überraschend an der Haustüre klingeln.
Vorsicht vor sogenannten Dach-Haien: Derzeit sind fahrende Dachdecker unterwegs, die plötzlich vor der Türe stehen. Ein Experte warnt: Ein seriöser Innungsbetrieb würde niemals überraschend an der Haustüre klingeln. © Foto: Archiv/IG Bau
Kreis Heidenheim / Elena Kretschmer 30.06.2018
Derzeit sind offenbar im gesamten Landkreis fahrende Dachdecker unterwegs, die Laien hinters Licht führen.

Wie eine Firma aus Heidenheim berichtet, sind derzeit im gesamten Landkreis fahrende Dachdecker unterwegs. Aktuell häufen sich bei dem Unternehmen Anrufe von Kunden, die von den sogenannten Dach-Haien berichten und teilweise auch hinters Licht geführt wurden.

Zuletzt, so die GmbH, habe eine Bolheimer Kundin von einem Fall aus Steinheim berichtet. Sie gab zudem an, dass gezielt ältere Kunden angesprochen werden. Außerdem seien Anrufe aus Heidenheim und Oggenhausen eingegangen. Eine Mitarbeiterin erklärt: „Die fahrenden Dachdecker machen den Menschen weis, dass ihr Dach nicht in Ordnung ist. Sie klingeln an der Haustür und geben sich als Meisterbetrieb aus, der gerade zufällig in der Nachbarschaft tätig ist und bieten an, das angeblich kaputte Dach sofort zu reparieren.“ Meistens ende die Aktion mit einer überteuerten Dachumdeckung.

Ruckzuck fast 20.000 Euro los

Es liegt im Interesse des Unternehmens, besonders Senioren vor dem Vorgehen der Dach-Haie zu warnen. „Im Nu lassen sie sich überreden, weil sie Angst haben, dass ihr Dach undicht ist und sind dann im Handumdrehen einen größeren Geldbetrag los“, so die Angestellte. Das dürfe nicht sein, zumal die Masche immer dieselbe sei: „Zuerst sitzt der Firstziegel schief, dann lassen sie sich auf den Dachboden führen und da geht es weiter mit angeblichen Wasserspuren, die am Gebälk sichtbar sind und so weiter.“ Dabei gehe es dann um Summen von 3000 bis 18 000 Euro.

Der Spezialist rät dazu, aufmerksam zu sein und solche Fälle sofort dem Dachdecker-Innungsbetrieb des Vertrauens oder der Polizei zu melden.

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