Bildergalerie So feiern die Bürgermeister Silvester

Ein Gläschen Sekt mit den Nachbarn: „Traditionell verbringe ich den Silvesterabend mit der Familie“, sagt Nattheims Bürgermeister Norbert Bereska. Mit den Nachbarn tausche man dann um 0 Uhr gute Wünsche aus, trinke ein Gläschen Sekt. „Das gehört doch einfach dazu.“ Für Nattheim wünscht sich Bereska im kommenden Jahr eine gute Entwicklung. Was ansteht? Die Projektplanung für die Sanierung des Ramensteinbads zum Beispiel. Dabei wolle man an die Erfolge des zu Ende gehenden Jahres, etwa den Umbau der Wiesbühlschule zum Bildungszentrum, anknüpfen, und außerdem bei der Kinderbetreuung weiterhin eine gute Figur machen. Neben einer ausgewogenen Presseberichterstattung wünscht sich Bereska für die Bürger aus Nattheim und seinen Teilorten vor allem eines: Zufriedenheit. „Die Menschen sollen sich in Nattheim wohlfühlen“, sagt er. „Dafür arbeiten wir.“
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Mehr Zeit fürs Enkelkind: „Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie, insbesondere auch für mein Enkelkind Julia, Gesundheit“ – so sehen die Neujahrswünsche des Dischinger Bürgermeisters Alfons Jakl aus. Und gleichzeitig auch seine größten Herausforderungen, „da viele Termine und Verpflichtungen fremdgesteuert sind“. Ob er da wohl Zeit findet, seine guten Vorsätze für das Jahr 2019 in die Tat umzusetzen? Hier stehen ganz oben auf der Liste: Sport. Er wolle mehr für die Gesundheit tun, sagt Jakl, und zwar neben Tennis auch Ausdauersport. Für seine Gemeinde hat Jakl freilich auch Wünsche. Dazu zählen die Finanzierung und Umsetzung von Praxisräumen für einen Arzt und Räume für die ambulante Pflege, neue Krippenplätze und Umbauten am Rathaus. Bei den Bürgern, sagt Jakl, hoffe er auf Verständnis – dafür, dass bestimmte Prozesse viel Zeit in Anspruch nehmen und dauern, aber auch dafür, dass von Zeit zu Zeit unangenehme Entscheidungen getroffen werden müssen.
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Mit Böllern und Raketen: Nach einem eher turbulenten Jahr im Steinheimer Rathaus wünscht sich der ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeister Walter Kraft, dass sich im neuen Jahr alle Mitarbeiter schnell in ihr neues Fachgebiet einarbeiten können und ämterübergreifend einen guten Job machen. Auch für den neuen Bürgermeister Holger Weise wünscht sich Kraft einen guten Start, außerdem eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. So könne sich die Gemeinde weiterentwickeln. Am Herzen liege ihm, dass die Verwaltung stets ein offenes Ohr für ihre Bürger habe, zeitnah reagiere und informiere. Abschalten will Kraft am Silvesterabend mit seiner Frau, Freunden und Bekannten in einem Gasthof mit typischen Allgäuer Gerichten und Musik. Um Mitternacht wolle man das Jahr mit Böllern und Raketen willkommen heißen. Über gute Vorsätze macht sich der Steinheimer dabei keine Gedanken, „da diese meistens bereits nach kurzer Zeit über den Haufen geworfen werden“.
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Raclette und Brettspiele: Gemütlich und gesellig im Kreis der Familie. Das steht am Silvesterabend bei Sontheims Bürgermeister Matthias Kraut auf dem Plan. Dabei wird traditionell Raclette gegessen und Brettspiele gespielt. Gute Vorsätze nimmt er sich dabei nicht. Für sinnvolle Veränderungen, sagt Kraut, sollte man sowieso das ganze Jahr über aufgeschlossen sein – nicht nur zum Jahreswechsel. Apropos das ganze Jahr über: Da kommen auf Sontheim 2019 große Herausforderungen zu. Die Innensanierung des ehemaligen Hauptschulgebäudes etwa, oder die Entwicklung von Baugebieten in Brenz, Bergenweiler und Sontheim. In Bezug auf diese zeitlich, finanziell und personell fordernden Vorhaben wünscht sich Kraut einen guten Verlauf. Und den Bürgern? „Gesundheit, Zufriedenheit und eine Menge schöne Momente, an die man sich gerne zurückerinnert.“
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Das Leben leichter nehmen: Das Schönste an Silvester? Heidenheims Oberbürgermeister Bernhard Ilg denkt bei dieser Frage an das Glockengeläut und den Blick hinüber zum Schloss. „Da fallen einem die besten Wünsche zum neuen Jahr für unsere Stadt ein.“ Zu diesen Wünschen zählt für Ilg vor allem das friedliche Zusammenleben, wo immer man anderen Menschen begegne. Mit einer Einschränkung: „Ich hätte nichts dagegen, wenn es in diesem Frieden ab und zu auch mal etwas lauter wird“, sagt er. „Und zwar im Einsatz für unsere Demokratie, unsere Freiheitsordnung und unsere Zukunft.“ Aus seiner Sicht müssten sich hier alle Bürger stärker engagieren, zum Beispiel gegen Populisten und deren uneinlösbare Versprechungen sowie gegen den „Ausverkauf unserer natürlichen Lebensgrundlagen“. Und die größte Herausforderung im kommenden Jahr? Dass man Herausforderungen eigentlich gar nicht mehr vorhersehen könne, sagt Ilg und hat einen Vorschlag, wie man mit diesem Problem begegnen könnte: „Vielleicht sollten wir uns die Schildkröte zum Vorbild nehmen: Diese Tiere passen sich fast allen Klimazonen an, werden uralt, schnappen bei passender Gelegenheit blitzschnell zu und wenn es brenzlig wird, ziehen sie sich unter ihren Panzer zurück.“ Wem das zu abstrakt findet, kommt mit Ilgs Tipp für einen guten Vorsatz vielleicht besser zurecht: „Das Leben selbst leichter nehmen; schwer wird es immer von ganz alleine.“
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Mehr Freizeit, mehr Sport: Hermaringens Bürgermeister Jürgen Mailänder lässt das Jahr zuhause mit seiner Frau ausklingen – ohne Stress, dafür aber mit einem gemeinsam gekochten Menü. Damit wären wir auch schon bei einer der Herausforderungen, die das Gemeindeoberhaupt im kommenden Jahr auf sich zukommen sieht: Mailänder hat sich vorgenommen, 2019 trotz des hohen Arbeitspensums mehr freie Zeit mit seiner Frau zu verbringen. Außerdem wolle er wieder mehr Sport treiben. Arbeitstechnisch, sagt Mailänder, rechne er im kommenden Jahr ebenfalls mit Herausforderungen. Auf der To-do-Liste stehen immerhin der Kindergartenneubau, der Neubau des Pflege- und Seniorenzentrums, der Bau eines Ärztehauses sowie von Miet- und Eigentumswohnungen, außerdem die Erschließung eines Neubaugebietes und die Erweiterung des Gewerbegebiets. Mailänder: „Diese Projekte zu koordinieren und zeitgleich abzuwickeln, wird schon eine gewisse Herausforderung.“
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Den Ruhestand meistern: Foie Gras und Crevetten als Vorspeise, gefüllte Ente mit Esskastanien und Kartoffelgratin als Hauptgericht, Mousse au Chocolat und Bratapfel als Nachspeise. Mit diesem französisch angehauchten Menü will Herbrechtingens Bürgermeister Bernd Sipple das Jahr ausklingen lassen – immerhin ist seine Frau Französin. Ob er damit gut gestärkt ist für die vielen Herausforderungen, die 2019 auf ihn warten? Das sind immerhin mehrere Wahlen, von der Bürgermeisterwahl am 17. März bis hin zur Kommunalwahl am 26. Mai. Weil Sipple nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters kandidieren wird, steht privat eine große Veränderung an: „Da ich noch nie Rentner war, wird das sicherlich eine große Umstellung werden“, sagt er, bleibt aber optimistisch. „Viele vor mir haben diese Herausforderung schon gemeistert, daher freue ich mich auf diesen neuen Lebensabschnitt.“ Hilft dabei vielleicht ein guter Vorsatz fürs kommende Jahr? „Gesund bleiben ist alles, was zählt“, findet Sipple. Außerdem wünscht er sich, dass der soziale Zusammenhalt im privaten und beruflichen erhalten bleibt und dem Menschlichen und den leisen Tönen in unserer Gesellschaft künftig mehr Platz eingeräumt wird. „Im Moment bestimmen in meiner Wahrnehmung die Lauten die Weltpolitik.“
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Um 0 Uhr schon eingeschlafen? 31. Dezember, Punkt 0 Uhr. Königsbronns Bürgermeister Michael Stütz will sich am Itzelberger See das Feuerwerk anschauen. „Sofern ich dann noch nicht eingeschlafen bin!“, schiebt er hinterher. Gefeiert wird jedenfalls gemeinsam mit der Ehefrau und Bekannten. Was gute Vorsätze angeht, ist Stütz eher skeptisch: Er habe zwar welche, „aber ob ich sie dann immer so umsetze bzw. umsetzen kann, wie ich es mir vorgestellt habe, liegt oft nicht nur in meiner Hand“. Ob es 2019 also klappt mit den Vorsätzen? Stütz lässt sich überraschen. Übrigens auch bei den Herausforderungen, die im kommenden Jahr so an die Tür klopfen könnten: „Herausforderungen haben die komische Angewohnheit, sich nicht vorher anzumelden“, sagt der Bürgermeister. Beruflich ist das etwas anders: Hier sind zumindest einige von Königsbronns Herausforderungen planbar. Gemeistert werden müssen beispielsweise der Neubau des Paul-Reusch-Kindergartens sowie die Weiterentwicklung des Interkommunalen Gewerbegebiets Königsbronn-Heidenheim-Oberkochen. Von den Bürgern wünscht sich Stütz: Dass sie immer offen sagen, wo ihnen der Schuh drückt. Außerdem: „Ein weiteres gutes Miteinander!“
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Die Aufbruchstimmung soll bleiben: „Der Silvesterabend gehört meiner Frau“, sagt Giengens Oberbürgermeister Dieter Henle. Gefeiert werde gemeinsam mit Freunden im Allgäu – mit einem Essen und einem großen Spaziergang. „Das ist ein Ritual, bevor wir dann das Feuerwerk um uns herum genießen.“ Selbst gebe man kein Geld für Feuerwerkskörper aus. Für das neue Jahr wünscht sich Henle privat mehr Frieden auf der Welt und Gesundheit. An die Giengener Bürger gerichtet, hofft er darauf, dass „unsere Aufbruchstimmung noch lange anhält“ und die Offenheit im Umgang miteinander bleibt. So könne man die Zukunft der Stadt gemeinsam durch konstruktive Ideen voranbringen. Als Herausforderung sieht Henle 2019 einiges auf sich zukommen: Privat will sich der Oberbürgermeister genügend Zeit für seine Familie und die körperliche Fitness nehmen. Und bei der Arbeit? Hier stünden im kommenden Jahr viele wichtige Themen an, unter anderem die Entwicklung von Gewerbe- und Wohnflächen sowie das Innenstadt-Konzept. Mit neuen Vorsätzen will sich Henle an Silvester übrigens nicht beschäftigen. „Ich brauche sie nicht“, sagt er. „Ideen, Pläne und ihre Realisierung beschäftigen mich das ganze Jahr und sind mir persönlich mehr wert als ein paar Vorsätze an Silvester.“
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Mit dem Feuerlöscher am Fonduetopf: Nach dem jährlichen Besuch von James und Miss Sophie („Dinner for One“) sitzt Niederstotzingens Bürgermeister Marcus Bremer mit seiner Familie am Fondue: „Ich fische mein abgefallenes Stück Fleisch aus dem Fonduetopf, versuche den Feuerlöscher im Anschlag zu halten.“ Wo er gegen 0 Uhr sein wird? Auf der verzweifelten Suche nach einem Feuerzeug, lautet seine Antwort. Seine guten Vorsätze für 2019 will Bremer nicht preisgeben – der Datenschutz? Dafür verrät der Bürgermeister seine Wünsche: stabile Gesundheit, harmonisches Miteinander, außerdem auf der politischen Bühne wieder etwas mehr Synchrontanz statt solistischer Einlagen und eine hohe Wahlbeteiligung bei der anstehenden Kommunalwahl. Dann könne man mit dem neu gewählten Gemeinderat nahtlos weiterarbeiten. Zum Beispiel an der zukunftsfähigen Ausrichtung der ärztlichen Versorgung, der Ausrichtung der Grundschule, Sanierung von Kanälen und der Modernisierung der Kläranlage.
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Kreis Heidenheim / 28. Dezember 2018, 16:38 Uhr