Königsbronn/Wasseralfingen Situation für SHW „eine mittlere Katastrophe“

Die Gewerkschaft IG Metall hatte gehofft, mit der RMB den geeigneten Partner für die Zukunft aller SHW-Standorte gefunden zu haben. Jetzt muss wieder sondiert und gehofft werden.
Die Gewerkschaft IG Metall hatte gehofft, mit der RMB den geeigneten Partner für die Zukunft aller SHW-Standorte gefunden zu haben. Jetzt muss wieder sondiert und gehofft werden. © Foto: Archiv, Geyer Luftbild
Königsbronn/Wasseralfingen / Carolin Wöhrle 05.12.2018
Die IG Metall hofft nach dem geplatzten Verkauf doch noch auf eine Lösung für alle Mitarbeiter.

Nachdem der Verkauf der SHW CT Wasseralfingen (165 Mitarbeiter) und der Machining Technologies Königsbronn (elf Mitarbeiter) an die Rheinische Mittelstands GmbH (RMB) geplatzt ist, sind auch die 163 Mitarbeiter der ehemaligen SHW CT (heute SHW High Precision Casting Technology) in Königsbronn verunsichert. Sie gehören bereits seit Sommer offiziell zur RMB.

Für Ralf Willeck, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Heidenheim, kam die jetzige Entwicklung ebenso überraschend wie für das Unternehmen Pluta, das sich um die Sanierung der von Insolvenzen gebeutelten SHW-Gruppe kümmert. „Das ist eine mittlere Katastrophe“, sagt Willeck. „Das Fatale am Fall der SHW ist, dass die Arbeit zwar da wäre, nicht aber das Kapital, um sie zu leisten.“

Zu große Brötchen gebacken?

Man habe gehofft, die SHW mit ihren Standorten endlich und endgültig aus der Insolvenz herausholen zu können. Die RMB als Investor schien dafür der ideale Partner zu sein: „Das Konzept der RMB war nicht schlecht“, so Willecks Urteil. Dass aber die Finanzierung offenbar zu knapp gestrickt gewesen sei, habe man nicht wissen können. „Offensichtlich waren die Brötchen, die da gebacken wurden, zu groß.“

Mit den rechtlichen Feinheiten der Vertragsrücktritts und mit der Situation des gesamten Königsbronner Standorts will sich die IG Metall jetzt zeitnah genau beschäftigen. „Ich hoffe sehr, dass gemeinsam mit den Mitarbeitern und den Kunden eine Lösung gefunden werden kann.“

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