Heuchlingen Frank Schied geht, Marianne Renner soll kommen

Bürgermeister Roland Polaschek und Frank Schied.
Bürgermeister Roland Polaschek und Frank Schied. © Foto: Ulrich Bischoff
Heuchlingen / Ulrich Bischof 13.02.2018
Der Heuchlinger Ortschaftsrat hat eine Wunschkandidatin für die Nachfolge Frank Schieds als Ortsvorsteher.

Überraschend kam er nicht mehr, der Rücktritt von Frank Schied als Heuchlinger Ortsvorsteher. Vor Wochen schon hatte der 54-jährige Diplom-Agraringenieur und Vater zweier Kinder bestätigt, dass er den Vorsitz im Ortschaftsrat nach 13 Jahren aufgeben wolle.

In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates wurde es nun auch „amtlich“. Nach Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen wurde unter Vorsitz von Harald Rieger Schieds Antrag stattgegeben.

Bürgermeister Roland Polaschek zeichnete dessen kommunalpolitischen Werdegang nach: Schied sei bereits aus der Kommunalwahl 1999 als Kandidat der Freien Wähler mit 421 Stimmen als Heuchlinger Stimmenkönig hervorgegangen war. Fünf Jahre später habe es für ihn 499 Stimmen gegeben. Für den Ortschaftsrat war dies damals Grund genug, Schied zum Ortsvorsteher zu küren. Schied, der auch 1999 mit einem überzeugenden Ergebnis in den Gemeinderat gewählt wurde, trat die Nachfolge von Manfred Schlumpberger an.

Ortsumgehung als Wunschprojekt

2014 kandidierte er auf der Liste „Bündnis 90/ Grüne“ für den Kreistag und erhielt ein überzeugendes Votum. Als Ortsvorsteher lag ihm die Ortsumgehung Heuchlingens am Herzen. 2006 habe er für das große Wunschprojekt eine Menschenkette organisiert und sei während der Bauphase Vermittler und Ansprechpartner gewesen. Unter seiner Ägide sei das Baugebiet „Sandiges Grüble“ um zehn Plätze erweitert, die frühere Neuapostolische Kirche in der Flügelstraße erworben und zum „Jugendhaus F 7“ umgebaut worden.

Die Freiwillige Feuerwehr erhielt einen neuen Schulungsraum, eine Garage und ein neues Fahrzeug. Schließlich sei die Mehrzweckhalle saniert und als Folge der Schließung der Grundschule ein Dorfladen auf die Beine gestellt worden. Bei der Umsetzung dieser Ideen sei Schied wertvolles Bindeglied zwischen der Verwaltung, den verantwortlichen Gremien, der Interessengemeinschaft Dorfladen und den Heuchlingern selbst gewesen, so Polaschek. Die Bürger, die Kirche und die Vereine hätten von seiner offenen Art auch dann profitiert, wenn es Meinungsverschiedenheiten gegeben habe.

Marianne Renner soll Ortsvorsteherin werden

Was Polaschek aber besonders an ihm schätzte: Schied habe stets auch das Wohl der Gesamtgemeinde im Auge behalten. Jetzt, nach dem Bau der Umgehungsstraße stehe die Ortschaft mit dem „Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ vor einem „Heuchlingen der Zukunft“. Angesichts dieser Aufgabe sei es daher konsequent, das Amt in neue Hände zu legen.

Die Nachfolgerin war rasch gefunden: Der Ortschaftsrat wird die 58-jährige Marianne Renner, Mutter dreier Kinder und frühere Vorsitzende des RSV Heuchlingen, dem Gemeinderat zur Wahl zur neuen Ortsvorsteherin vorschlagen. Marianne Renner dankte für das Vertrauen und versicherte, dass sie in ihrem Beruf als Zahnarzthelferin auf Teilzeit gehe, um sich mit ganzer Kraft ihrer neuen Aufgabe widmen zu können.

Zuvor aber noch wurde der 68-jährige Fleischermeister Reinhard Ziesel als Nachrücker für Frank Schied auf die Erfüllung seiner Aufgabe im Ortschaftsrat verpflichtet.