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Bahnhofstraße
Herbrechtingen / Günter Trittner In Herbrechtingen ist die Polizei vor der Sammelunterkunft für Asylbewerber fast täglich präsent. Das aber keineswegs nur wegen krimineller Vorfälle, sondern um den Einheimischen wie auch den Flüchtlingen Sicherheit zu vermitteln.

Zuletzt hatte ein älterer Herbrechtinger bei der Bürgerinformation über das geplante Wohnhaus für Flüchtlinge mit Bleiberecht seine Sicherheitsbedenken mit dem Hinweis auf die hohe Polizeipräsenz vor der Sammelunterkunft an der Bahnhofstraße illustriert. Diese Beobachtung ist durchaus richtig. Aber deren Deutung ist einseitig. „Wir zeigen uns vor Ort, und das an allen Objekten fast täglich“, sagt Jürgens.

Zuallererst, so Jürgens wolle die Polizei damit ein öffentliches Zeichen geben, dass sie die Unterkünfte im Blick hat, dass die Asylbewerber sich darin sicher fühlen können. Zum Zweiten wolle man den Flüchtlingen verdeutlichen, dass für sie die Polizei ein Ansprechpartner ist. „Viele kommen aus Ländern, wo das Vertrauen in die Polizei nicht sehr groß ist.“ Entsprechend pflege die Polizei auch einen guten Kontakt zu den Heimleitungen.

Nicht unter den Tisch gekehrt wird von Jürgens, dass die Polizei auch auf den Plan treten muss, weil es außerhalb zu Ruhestörungen kommt oder weil im Haus Flüchtlinge uneins sind. Dass dabei die Polizei sehr schnell als Streitschlichter gerufen wird, wertet Jürgens positiv. Die zeige, dass man den Beamten vertraut und sie als Helfer begreift. „Es gibt also viele Gründe, warum wir vor Ort sind“, sagt Jürgens. Was den kriminellen Bereich direkt angeht – „da passiert relativ wenig.“ Offenkundig wirkt die präventive Präsenz der Polizei auch in die Häuser hinein.