Kreis Heidenheim Salzbedarf für Winterdienst deutlich höher

Kreis Heidenheim / hz 11.05.2018
Auch die häufigen Wechsel von Frost- und Tauwetter sorgten im vorigen Winter für größeren Aufwand.

Über 10.000 Arbeitsstunden leisteten 27 Mitarbeiter der Straßenmeisterei des Landkreises Heidenheim im Winter 2017/18 für den Winterdienst. „An 139 Einsatztagen waren unsere Mitarbeiter bereits ab 3 Uhr morgens im Einsatz. An 28 Tagen war zusätzlich zur Früh- und Normalschicht auch eine Spätschicht bis 22 Uhr und oft darüber hinaus notwendig“, bilanziert Herbert Leutner, Leiter der Straßenmeisterei. Neben vier eigenen Fahrzeugen wurden je nach Bedarf bis zu sieben Fahrzeuge von Privatunternehmen eingesetzt. Für die Räumung von Geh- und Radwegen außerhalb der Orte war zusätzlich ein Spezialfahrzeug nötig.

Es sei gelungen die „Außenstrecken von über 300 Kilometern Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Landkreis“ freizuhalten, so Hans Bendele, Leiter des Fachbereichs ÖPNV und Straßenbau im Landratsamt. Der Winterdienstplan sei so ausgelegt, dass innerhalb von drei Stunden jede Straße einmal geräumt und gestreut werde. „Aber natürlich können die Räumfahrzeuge nicht überall zur gleichen Zeit sein“, so Bendele. Die meisten Verkehrsteilnehmer seien sich dessen bewusst und würden ihre Fahrweise anpassen.

3650 Tonnen Salz gestreut

Der Salzverbrauch lag mit 3650 Tonnen knapp über dem Durchschnitt, übertraf jedoch den Vorjahreswert um rund 1200 Tonnen. Hinzu kamen 96.000 Liter Sole, also Natriumchlorid-Lösung, zur Feuchtsalzstreuung. Die Kosten für den Einsatz von Fremdunternehmen liegen mit rund 213.000 Euro ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Ursachen für den höheren Winterdienstaufwand waren auch die häufigen Wechsel von Frost- und Tauwetter, die immer wieder zu kritischen Bedingungen auf den Straßen geführt haben.

Der Winterdienst 2017/18 ist gelaufen, die Männer der Straßenmeisterei werden aber zum Beispiel noch mit Frostschäden im Straßennetz beschäftigt sein.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel