Wahl Protestkandidat tritt gegen Bürgermeister Stütz an

Michael König
Michael König
Königsbronn / gerhard stock 10.02.2014
Bei der am Sonntag, 9. März, stattfindenden Bürgermeisterwahl werden die Königsbronner tatsächlich eine Wahl haben, denn mittlerweile hat neben dem langjährigen Amtsinhaber Michael Stütz ein weiterer Kandidat Interesse bekundet.

Es handelt sich um Michael König, 43-jähriger Architekt aus Harsefeld im Landkreis Stade/Niedersachsen, der für die Partei „Nein!-Idee Bündnis für Selbstbestimmung“ antritt. Bereits am Freitag waren alle notwendigen Bewerbungsunterlagen im Rathaus Königsbronn eingegangen und für in Ordnung befunden worden, inklusive „Wählbarkeitsbescheinigung“. „Er wird mit auf dem Stimmzettel stehen“, bestätigte auf Anfrage Gemeindeamtfrau Brigitte Klier, seitens der Gemeindeverwaltung für die Wahl zuständig.

Schon in diversen Orten kandidiert

Der für die Protestpartei „Nein!-Idee“ ins Feld ziehende Michael König aus Harsefeld, Mitbegründer und Bundesvize dieser Partei, hat auch schon an diversen anderen Orten als BM-Bewerber um Stimmen gekämpft. Mitte vergangenen Jahres konnte der Architekt bei den Direktwahlen für den hauptamtlichen Bürgermeister-Posten in der südbadischen Gemeinde Hohberg (8000 Einwohner) fast 16 Prozent auf sich vereinen und damit gegen den langjährigen Amtsinhaber immerhin einen Achtungserfolg erzielen. Seinen Kandidaturen misst er durchaus Bedeutung bei, sollen sie doch jeweils auch ein Signal sein gegen die „Machtbesessenheit“ der Etablierten – auf jeden Fall aber eine Alternative für die Leute, für die nur ein Name auf dem Stimmzettel nicht wirklich eine Wahl ist.
 

Um 18 Uhr lief am gestrigen Abend die Bewerbungsfrist ab, über Michael Stütz und Michael König hinaus gibt es keine weiteren Bewerber um das Spitzenamt der Gemeinde, das Amtsinhaber Stütz bereits seit 24 Jahren innehat. Der 52-Jährige tritt an, um von den Königsbronnern das Okay für die dann vierte Amtsperiode zu bekommen.

Ob man den anderen sehen wird, ist unklar

Ob man den Konkurrenten des Amtsinhabers in Königsbronn zu Gesicht bekommen wird, ist offen, jedenfalls was die offizielle Vorstellung der Kandidaten im Rahmen einer großen Versammlung betrifft. Das entscheidet nämlich der Gemeindewahlausschuss. Am Dienstagabend wird er im Sitzungssaal des Rathauses nicht nur über die Zulässigkeit der eingegangenen Bewerbungen befinden, sondern auch über eine öffentliche Präsentation der Bewerber. Voraussetzung dafür, so Brigitte Klier, sei, dass „mindestens zwei ernst zu nehmende Kandidaten“ bereit stehen. Stütz-Konkurrent König habe jedoch gebeten, seine Kandidatur anderweitig bekannt zu machen, da er nicht persönlich vor Ort erscheinen könne.

Knapp 6000 Einwohner werden am Sonntag, 9. März, die Möglichkeit haben, ein Kreuzchen auf dem Stimmzettel der Bürgermeisterwahl zu machen. Die exakte Zahl der Wahlberechtigten inklusive der jungen Bürger ab 16 Jahren bezifferte Brigitte Klier gestern mit 5967. In zehn Wahlbezirken können die Wahllokale von 8 bis 18 Uhr aufgesucht werden, es seien aber schon sehr viele Briefwahlunterlagen angefordert worden. Insgesamt 66 ehrenamtliche Wahlhelfer werden im Einsatz sein, um das Ereignis reibungslos über die Bühne zu bringen. Höhepunkt des Wahltages ist später dann eine kleine Wahlparty in der Hammerschmiede.

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