Steinheim Projektbau plant Wohnanlage an der Hellensteinstraße

Auf diesem Grundstück an der Hellensteinstraße sollen zwei Mehrfamilienhäuser entstehen.
Auf diesem Grundstück an der Hellensteinstraße sollen zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. © Foto: sb
Steinheim / Carolin Wöhrle 05.07.2018
Auf einem Grundstück zwischen Garten- und Keplerstraße will die Steinheimer Projektbau zwei mehrstöckige Gebäude für Eigentumswohnungen bauen.

Dass ihre Pläne im Gemeinderat nicht bei jedem ausnahmslos auf Begeisterung stoßen würden, darauf waren Architekt Kai Niederberger und Claus Haselmaier von der Steinheimer Projektbau wohl vorbereitet.

Das Unternehmen hat ein großes Grundstück an der Hellensteinstraße gekauft und möchte darauf nun eine große Wohnanlage mit einem zweigeteilten Mehrfamilienhaus bauen. Momentan noch vorgesehen ist eine dreigeschossige Bauweise mit Dachgeschoss und Flachdach – elf Wohnungen pro Gebäude.

„Das sind richtige Monster“

Ob es bei dieser Geschosszahl tatsächlich bleiben wird, ist allerdings fraglich, denn mit der waren die Gemeinderäte so gar nicht einverstanden: „Damit tu ich mir wirklich schwer“, sagte etwa Christoph Müller (FWV). „Die südlichen Nachbarn haben da eine ganz schöne Mauer vor sich, wenn sie ihr Haus verlassen.“ Auch Mathias Brodbeck (FWV) zeigte wenig Verständnis dafür, dass sich die Gebäude laut Sitzungsvorlage offenbar „in die Umgebung einpassen“ sollen. Und Hans-Peter Stoll (ANB) wurde noch deutlicher: „Das sind richtige Monster.“ Zudem sei er mit den Flachdächern nicht einverstanden, weil es ringsherum nur Satteldächer gebe.

Planer Helmut Kolb, der für die Ausfertigung des Bebauungsplanes zuständig ist, versuchte zu erklären: „Die anderen Häuser sind eben zu einer anderen Zeit entstanden. Sich genau an den Bestand anzupassen, ist eben nicht möglich.“

Projektbau will entgegenkommen

Dennoch hat Claus Haselmaier von der Projektbau offenbar die Kritik erkannt und will sie sich zu Herzen nehmen: „Wir könnten mit einer Geschossebene weniger auch leben.“

Bei den Flachdächern wird es wohl allerdings bleiben, weil so das obere Geschoss auch voll genutzt werden kann. Damit das Wasser bei Starkregen verzögert abfließen kann, sollen die Dächer begrünt werden.

Der Gemeinderat beschloss schließlich die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes – mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen. Wie die Gebäude dann letztendlich aussehen werden, wird später Thema sein.

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