Niederstotzingen Planung für Ärztehaus sichert medizinische Versorgung

Die Nordansicht des geplanten Ärztehauses in Niederstotzingen von der Oberstotzinger Straße aus.
Die Nordansicht des geplanten Ärztehauses in Niederstotzingen von der Oberstotzinger Straße aus. © Foto: Entwurf: Dipl.-Ing. (FH) Günter H. Hanzel
Niederstotzingen / Klaus Dammann 27.07.2018
Der Bebauungsplanentwurf für das Bauvorhaben an der Oberstotzinger Straße findet Zustimmung im Niederstotzinger Gemeinderat, ebenso das vorgelegte Baugesuch.

„Wir können uns grundsätzlich glücklich schätzen, das hier machen zu können.“ Bürgermeister Marcus Bremer bezog sich mit diesen Worten in der Sitzung des Gemeinderats auf die Absicht eines Investors, an der Ecke Kleine Gasse/Oberstotzinger Straße ein Ärztehaus zu errichten. Mit diesem Vorhaben wäre die ärztliche Versorgung in der Stadt für die nächsten Jahre gesichert.

Im Gremium befasste man sich jetzt mit dem Entwurf für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan sowie den Baugesuchen für den Abbruch der am Standort noch stehenden Altgebäude und für den geplanten Neubau. Zu anderen Standorten, auf die die Verwaltung aufmerksam gemacht worden sei – so den bisherigen Netto-Markt, der zum Jahresende nach dem Umzug frei wird, oder auch im Süden der Stadt – sagte Bremer, dass jeweils Eigentümer dahinter ständen. An der Oberstotzinger Straße habe man eine Einigung mit den betreffenden Ärzten und dem Investor für eine gute Lösung im Sinne der Bevölkerung gefunden. Dennoch seien die Alternativen aber auch geprüft worden.

Drei Arztpraxen im Neubau

Jürgen Häußler vom G+H-Ingenieurteam schilderte, dass es jetzt um den Entwurfsbeschluss und die Auslegung für die Anhörung gehe. Geplant sei ein Mehrfamilienhausmit drei Arztpraxen – einer Allgemeinarztpraxis, die an den neuen Standort umziehen würde, einer Zahnarzt- und einer Augenarztpraxis – sowie sechs Wohnungen, davon zwei Penthouse-Wohnungen. Hinzu komme eine Tiefgarage.

Das ganze Areal umfasse 1200 Quadratmeter. Der Bebauungsplan werde aus dem Flächennutzungsplan entwickelt, der ein Mischgebiet vorsehe, so Häußler. Die maximale Firsthöhe liege bei 14,2 Meter, die Traufhöhe bei 12,8 Meter. Für das anfallende Dachflächenwasser müsse eine Zisterne errichtet werden. Als Dach sei ein leicht geneigtes Walmdach geplant. Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolge über die Kleine Gasse, Stellplätze seien obendrauf vorgesehen.

Der Planer ergänzte, dass ein Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Ärztehaus nach der Sommerpause des Gemeinderats im September möglich sei. Zunächst müssten aber noch das auf dem Grundstück stehende Wohnhaus und die landwirtschaftlichen Nebengebäude abgebrochen werden.

Ohne eine weitere Diskussion wurde der von Häußler vorgestellte Entwurf dann von den Stadträten gebilligt und die Auslegung der Planung beschlossen.

Abbruch und Baugesuch

Einstimmig fielen die beiden Entscheidungen zum Thema Ärztehaus, die beim Tagesordnungspunkt Baugesuche vom Gemeinderat zu treffen waren. Zunächst wurde dem beantragten Abbruch der bestehenden Gebäude auf dem Grundstück Kleine Gasse 2 stattgegeben. Weichen müssen hier ein Wohnhaus, Stall und Scheuer. Wie die Leiterin der städtischen Bauverwaltung, Daniela Armele, schilderte, habe das Landesdenkmalamt keine Bedenken und die Vorbereitungen für den Abbruch seien im Gange.

Ebenso befürwortet wurde gleich im Anschluss das Baugesuch für das Mehrfamilienhaus mit den drei Arztpraxen und sechs Wohnungen an diesem Standort. In und auf der von der Kleine Gasse her zugänglichen Tiefgarage seien 33 Stellplätze bei geforderten 31 geplant.

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