Geld Osttangente schlägt teuer zu Buche

Teures Vorhaben: Die Osttangente schlägt in den Sontheimer Finanzen mit über 1,335 Millionen Euro zu Buche. Doch die Gemeinde will das Vorhaben nicht verschieben: Die Flurneuordnung muss abgeschlossen werden, 2015 steht die Hauptstraße an.
Teures Vorhaben: Die Osttangente schlägt in den Sontheimer Finanzen mit über 1,335 Millionen Euro zu Buche. Doch die Gemeinde will das Vorhaben nicht verschieben: Die Flurneuordnung muss abgeschlossen werden, 2015 steht die Hauptstraße an. © Foto: Foto: Archiv/Geyer
Sontheim/Brenz / Klaus-Dieter Kirschner 20.02.2014
„Wie soll das alles weitergehen?“ Äußerst besorgt klang Gemeinderat Erwin Resch (SPD) am Ende der mehrstündigen Haushaltsberatung des Gemeinderats im Sitzungssaal des Rathauses.

Die angekündigte Neuverschuldung dürfte nach dem Rotstift-Einsatz von 2,7 Millionen auf 2,5 Millionen Euro abgenommen haben. „Die Pro-Kopf-Verschuldung werde von derzeit 1001 auf 1600 Euro trotzdem ansteigen,“ rechnete Erwin Resch in der Gemeinderatssitzung vor.

Natürlich habe der Gemeinderat im vergangenen Jahr vieles beschlossen. Doch werde die Schuldentilgung von derzeit 400 000 auf 600 000 Euro ansteigen. Resch: „Die nächsten Jahre müssen wir total auf die Bremse treten. Wir können uns zunächst nichts mehr leisten. Uns wird es wie Giengen gehen, das extrem sparen muss. Wird bei der Sachlage das Landratsamt unseren Haushaltsplan überhaupt genehmigen?“

Bürgermeister Matthias Kraut zeigte für die Töne großer Sorge Verständnis, sah aber die finanzielle Lage nicht ganz so düster. Die beiden Baugebiete Weiherbraike und Gartenstraße/Leonhardstraße ließen sich zwischenfinanzieren. Viel Geld fließe durch den Grunderwerb und die Anschlussbeiträge auch schneller zurück.

Natürlich belaste die Osttangente mit über 1,335 Millionen Euro den Etat. Eigentlich wollte man diese Straße und deren Dammaufschüttung 2014 noch sacken lassen und erst 2015 baulich vollenden. Man habe sie vorgezogen, um 2015 dann die Hauptstraße anzugehen. Auch die Flurneuordnung müsse zum Ende gebracht werden.

In der Tat habe man heute nicht so viel streichen können, bestätigte Kraut und schlug eine Ratsklausur vor, um sich mit einer Prioritätenliste befassen und die weitere Vorgehensweise abstecken zu können.

Die doch angespannte Finanzlage bereitet auch Jonas Pürckhauer, dem Fraktionsvorsitzenden der Freien Wählervereinigung (FWV), Kopfschmerzen. Er verteidigte in der Ratssitzung die Beschlüsse für ein Baugebiet Weiherbraike, damit Einheimische zu eigenen vier Wänden kommen und nicht in andere Ortschaften abwandern müssen: „Würden wir dies nicht machen, könnten wir den Laden gleich zumachen.“ Um 1,5 Millionen Euro stünde die Gemeinde günstiger da, wenn man die Weiherbraike heraus rechnen würde, schloss der Redner.

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