Heuchlingen Ortsentwicklung: Heuchlingen soll schöner werden

Heuchlingen / Christine Weinschenk 11.07.2018
Bei einem Workshop machten Bürger Vorschläge, wie der Platz rund um Dorfladen und Hungerbrunnenhalle neu gestaltet werden kann.

So richtig groß war der Andrang nicht. Aber immerhin 30 Heuchlinger steuerten am Montagabend bei einem Workshop ihre Ideen zur Verschönerung des Geländes rund um Dorfladen und Hungerbrunnenhalle bei. Das gemeinsame Ziel formulierte Ortsvorsteherin Marianne Renner: „Wir wollen für uns einen tollen Platz schaffen, an dem wir uns wohlfühlen.“

Wie dieser Wohlfühlort aussehen soll, ist natürlich Ansichtssache. Die 30 Heuchlinger hatten jedenfalls einige Ideen parat. Ein Spielplatz für Senioren wurde halbernst gefordert, eine Boule-Bahn gewünscht. Manch einer erhoffte sich weitere Sitzgelegenheiten vor dem Dorfladen. Andere halten den Jugendtreff, der ohnehin nicht mehr genutzt werde, für verzichtbar. Auch der Wunsch nach einem Grill am sogenannten Atrium war zu vernehmen. Sogleich kam aber die Frage auf: „Wer räumt dann da auf?“

Diese Frage war exemplarisch für die Diskussionen im Workshop. Wie es sich beim Brainstorming gehört, waren alle Ideen willkommen. Aber die Veränderungswünsche waren alles andere als utopisch und so kristallisierte sich schnell eine Prioritäten-Liste heraus. Ganz oben stehen die drei Garagen an der Flügelstraße. Die seien keine Zierde und versperren auch den Blick auf den Dorfladen. Allerdings erfüllen sie einen Zweck: Der Laden nutzt sie als Lagerfläche, ebenso das DRK.

Zweck hin oder her, damit der Platz sein Gesicht verändern kann, sollen die Garagen weg und alternative Lagerflächen geschaffen werden. Möglicherweise als Container-Lösung und bestenfalls mit Anbindung zum Platz. Das heißt allerdings, dass der Kinderspielbereich zwischen Atrium und Dorfladen wohl einen anderen Standort bekommen wird. Wichtig war den Anwesenden, dass Eltern, die vor dem Laden Kaffee trinken, ihre spielenden Kinder dabei im Blick haben können.

Zu wenig Parkplätze

Ganz ohne das Thema Verkehr geht es in Heuchlingen nicht – wobei beim Workshop nur der ruhende thematisiert wurde. Mit Blick auf die Parksituation an der Hungerbrunnenhalle war man sich einig, dass Parkplätze erhalten oder besser noch erweitert werden müssen. Parkprobleme gebe es bei jeder größeren Veranstaltung, etwa beim Kinderfest oder den Jahresfeiern der Vereine. Und auch Stellplätze direkt vor dem Dorfladen seien wichtig, da dieser die einzige Möglichkeit im Ort sei, Getränke zu kaufen.

Ob es einen ebenerdigen Zugang zum Laden oder einen Bolzplatz an der Südseite der Halle geben wird, das wird nun vom Ingenieurbüro Gansloser geprüft. Noch gibt es keine Budgetvorgaben. Diese mit der Gerstetter Verwaltung abzustimmen, wird der nächste Schritt sein. „Dann müssen wir schauen, was umsetzbar ist“, sagte Planerin Sandra Gansloser.

Und das muss schnell geschehen. Bis Ende August muss ein ELR-Förderantrag (Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum) gestellt werden. Dafür brauche es ein optisches Konzept und eine Zahl dazu, so Gansloser.

Am Ende blieb Ortsvorsteherin Marianne Renner nur, ein dickes Lob an ihre Heuchlinger auszusprechen. „Wir haben einiges zusammengebracht, woran man bisher gar nicht gedacht hat.“ Nun hoffe sie auf ein offenes Ohr in Gerstetten und auf eine großzügige ELR-Förderung.

Vor rund einem Jahr hatte es bereits ein Bürgergespräch zum Thema Dorfgestaltung gegeben

100 Heuchlinger beteiligten sich. „Aber damals ging es auch um das gesamte Dorf und nicht nur um den Platz“, so Ortsvorsteherin Marianne Renner. Sie habe mit 30 Mitwirkenden für den Workshop gerechnet und sei mit der Beteiligung mehr als zufrieden. Die Verschönerung des Platzes rund um Dorfladen und Hungerbrunnenhalle soll nur der Anfang sein. Weitere Maßnahmen zur allgemeinen Aufhübschung sollen nach und nach folgen.

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