Verein Oldtimerfreunde Steinheim planen großes Treffen an Pfingsten

In der Vergangenheit, wie hier 2007, hatte das Oldtimertreffen in Gnannenweiler viele Neugierige angelockt. Jetzt planen die Oldtimerfreunde Steinheim nach längerer Pause erstmals wieder ein solches Treffen: am Pfingstwochenende in Söhnstetten.
In der Vergangenheit, wie hier 2007, hatte das Oldtimertreffen in Gnannenweiler viele Neugierige angelockt. Jetzt planen die Oldtimerfreunde Steinheim nach längerer Pause erstmals wieder ein solches Treffen: am Pfingstwochenende in Söhnstetten. © Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Carolin Wöhrle 02.03.2017
Anstatt dem „Stern“ in Gnannenweiler soll nun der Söhnstetter Festplatz für die Neuauflage zur Verfügung stehen. Der Verein wünscht sich auch neue Mitglieder.

Der Name täuscht: Die Oldtimerfreunde Steinheim haben nämlich Mitglieder aus dem ganzen Kreisgebiet – vom Härtsfeld, aus Königsbronn, Gerstetten, Bolheim und Giengen. Willkommen sind alle: Männer, Frauen, jüngere und ältere Semester. Einzige Voraussetzung ist die Liebe zu alten Traktoren, Autos oder Motorrädern.

58 Mitglieder haben die Oldtimerfreunde, die einst aus einem losen Oldtimer-Stammtisch der Landjugend entstanden sind, derzeit. Damit lässt sich durchaus was anfangen – ein Oldtimertreffen zum Beispiel. Neu ist das für die Vereinsmitglieder nicht, denn schon in der Vergangenheit hatten sie alle zwei Jahre ein solches Treffen in Gnannenweiler veranstaltet. Der Verein sorgte für die beeindruckenden Ausstellungsstücke, die Gaststätte Stern sorgte für die Bewirtung der mehr als 1000 Besucher.

Erstes großes Oldtimer-Treffen seit 2013

Ende 2013 machte der „Stern“ allerdings zu, womit für die Oldtimerfreunde auch ihr Treffen vorerst gestorben war. Auch noch die Bewirtung stemmen? Unmöglich, meint der stellvertretende Vereinsvorsitzende Bernd Niederberger.

Jetzt hat sich aber der Musikverein Söhnstetten bereit erklärt, dem Verein unter die Arme zu greifen und so soll es in diesem Jahr zu einer Neuauflage des großen Oldtimertreffens kommen – am hoffentlich sonnigen Pfingstwochenende auf dem Söhnstetter Festplatz. „Das alles ist mit viel Arbeit verbunden“, sagt Bernd Niederberger. Lohnen werde es sich aber in jedem Fall: Aus der ganzen Region und darüber hinaus werden Oldtimerfreunde erwartet, die zum Teil extra mit Wohnwagen anreisen.

Vielleicht gelingt es den Oldtimerfreunden auch beim großen Treffen, neue Mitglieder für ihren Verein zu gewinnen. Der Altersdurchschnitt bei den „Freunden“ liegt bei über 50. Das würden sie gerne ändern, wenngleich sie wissen, woran es liegt, dass Jüngere etwas zurückhaltend sind: „Das Thema Oldtimer ist immer mit Geld verbunden“, erklärt Niederberger: Führerschein, Anschaffung, Restaurierung.

Das Jahresprogramm der Oldtimerfreunde: Stammtische, Ausfahrten, Feste

„Außerdem ist es nicht wie beim Tennisclub, wo man den Schläger nach dem Spiel im Keller verstaut. Oldtimer brauchen Platz, vor allem die Traktoren.“ Jugendliche, auch wenn sie sich für Oldtimer begeistern, hätten oft Scheu, in einen Verein einzutreten, wenn sie selbst noch kein eigenes Fahrzeug haben. Laut der Mitglieder aber völlig unbegründet.

Das Jahresprogramm der Oldtimerfreunde ist geprägt von monatlichen Stammtischen und vielen Ausflügen: zu anderen Oldtimertreffen oder zu Museumsbesuchen. Und dann, klar, wollen die eigenen Schätze ja auch ausgefahren werden. Vor allem die alten Traktoren.

Rolf Frech, Schriftführer bei den Oldtimern, erklärt das Besondere daran: „Auf dem Bulldog sieht und erlebt man seine Umwelt ganz anders. Es ist zwar laut, aber eben langsam und gerade deshalb schön. Ein entschleunigtes Leben.“

Und Bernd Niederberger ergänzt: „Wenn man mit dem alten Bulldog unterwegs ist, freuen sich die Leute und winken einem zu. Vor allem die älteren, die noch eigene Erinnerungen an die Fahrzeuge haben.“ Nach kurzem Nachdenken, fügt Niederberger hinzu: „Gut, nicht jeder Autofahrer freut sich, wenn wir auf der Landstraße unterwegs sind. Aber damit können wir gut leben.“