Steinheim Olaf Bernauer zum Thema Rdon: „Jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren“

Steinheim / Patrick Vetter 14.06.2018
In Steinheim sieht man bezüglich des radioaktiven Gases Radon keine Gefahr für die Einwohner.

Das Edelgas Radon war Thema in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Worin sich bei dem Thema alle einig sind: fehlende Transparenz. Die Gemeinde wurde nicht informiert, weder über die stattfindenden Messungen, noch über die Ergebnisse, so Bürgermeister Olaf Bernauer.

Aufgewühlt hat die Gemeinderäte jedoch auch die Berichterstattung der Heidenheimer Zeitung. Die HZ berichtete in der vergangenen Woche, dass das radioaktive Gas unter anderem in Steinheim in erhöhter Konzentration gemessen wurde. Auch über mögliche Gefahren wurde aufgeklärt.

Bürgermeister Bernauer sieht in den bisherigen Messungen des Bundesamtes für Strahlenschutz „null Aussagekraft“. Einmalige Messungen an so wenigen Standorten könnten kein verlässliches Bild geben. Das Gemeindeoberhaupt habe zudem mit dem zuständigen Institut und Ministerium gesprochen. Man habe ihm nicht einmal sagen können, an welchen Standorten die Messungen in Steinheim genau stattgefunden hatten. Mit der Berichterstattung sei die Bevölkerung aufgewühlt worden, so Bernauer.

Trotzdem Handlungsbedarf

Dass trotzdem Handlungsbedarf bestehe, warf Gemeinderat Horst Früh (FWV) ein. Weitere Messungen und die neue Strahlenschutzverordnung würden kommen. Was, wenn die Werte erneut zu hoch lägen? Er habe auch schon von Wohnungssuchenden gehört, die sich nach der HZ-Berichterstattung nochmal überlegen wollten, nach Steinheim zu ziehen.

Das sollten sich Mieter gut überlegen, so Bernauer. Selbst wenn in Räumen Radon in höherer Konzentration nachgewiesen werde, könnten diese Werte mit einer vernünftigen Belüftung deutlich gesenkt werden. „Wichtig ist es, dass jetzt alle Steinheimer die Ruhe bewahren. Es ist nichts passiert“, schloss der Bürgermeister.

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