Herbrechtingen Ohne Strike kein Schnaps im Bowlingcenter

Herbrechtingen / Patrick Vetter 09.05.2018
Im Bowling Center in Herbrechtingen fand ein bundesweiter Wettbewerb statt. Ein hoch motiviertes Team mit dem Namen „No Strike, No Shot“ nahm erfolgreich teil.

No Strike, No Shot“ – unter diesem Namen trat ein Team in Herbrechtingen zum deutschlandweiten Bowling World Cup an. Normalerweise ist der Name bei den vier Spielern, die sich regelmäßig samstags im Bowling World Center in Herbrechtingen treffen, Programm: Wird kein Strike geworfen, sprich alle zehn Pins (Kegel) abgeräumt, gibt es keinen Schnaps. An diesem Abend hielten sie sich allerdings zurück. Schließlich ging es um 300 Euro und einen Wanderpokal.

Das Konzept ist simpel: Bei dem Wettbewerb duellieren sich Mannschaften in allen neun Bowling World Centern in Deutschland, die außer in Herbrechtingen noch in Lübeck, Hannover, Magdeburg, Düsseldorf, Mohnheim, Frankfurt, Mannheim und Nürnberg stehen. Jedes Team, ob Amateur oder Profi, kann sich mit vier Spielern für den Cup anmelden. In allen Centern startet der Wettbewerb zur gleichen Zeit: Um 19.30 Uhr – so auch im kleinsten in Herbrechtingen an der Autobahnzufahrt zur A 7.

Licht sorgt für Atmosphäre

„No Strike, No Shot“ bowlte sich schon vorher mit einer ersten Runde Bier warm. Mit dem Start des eigentlichen Wettbewerbs änderte sich schlagartig die Atmosphäre auf der Bowlingbahn. Die Deckenlichter wurden gedimmt, dafür huschten bunte Lichter über die Wände und den Boden. LED-Lichter, die sogenannten Runways, blinkten zwischen den Bahnen, Laser zeichneten Linien an die Wände und Schwarzlicht brachte die weißen Pins scheinbar zum Glühen. Ein Moving-Head-Scheinwerfer machte die Disco-Beleuchtung komplett.

Auf das alles ist Betreiber Frank Koenig sehr stolz: „Die Anlage betreiben wir selbst. Ein Techniker oder auch mal ich kümmern sich darum“, erklärt er. Seit April vergangenen Jahres leitet er das Center gemeinsam mit seiner Partnerin Susanne Vater.

Über Whatsapp mit den anderen Standorten in Kontakt

Ihre Stammgäste vom Team „No Strike, No Shot“ zeigten sich jedenfalls unbeeindruckt von den blinkenden Lichtern und legten einen guten Start hin. Die ersten Ergebnisse aus den konkurrierenden Standorten versprachen eine gute Platzierung. Betreiberin Susanne Vater stand über eine Whatsapp-Gruppe mit den Leitern der anderen Center in Verbindung und gab regelmäßig Zwischenstände. Insgesamt musste „No Strike, No Shot“ drei Spiele bestreiten. Es ging darum, in allen drei Runden möglichst viele Punkte zu werfen. Auch die ersten höheren Zwischenergebnisse entmutigten das Team nicht. Ein Spieler brachte es auf den Punkt: „Wir kommen seit fünf Jahren hierher und haben einfach Spaß am Bowlen gefunden.“ Und um den Spaß ging es der Truppe auch an diesem Abend.

Samstags legt ein DJ im Bowling World Center auf

Jeden kleinen Rückschlag machte das Getränke- und Essensangebot der Anlage wieder wett. Auch Bar und Küche betreibt das Paar Vater und Koenig mit ihrem Team aus zwölf Mitarbeitern selbst. „Beim Bowling Brunch am Sonntag macht Frank für die Kunden selbst das Frühstück“, so Vater. Samstags wird das Team durch einen DJ komplett, der immer ab 20 Uhr auflegt.

Am Ende auf Platz fünf

Musik gab es auch zum Bowling World Cup und „No Strike, No Shot“ feuerte seine Mitglieder von den u-förmigen Bänken aus an. Die Polster und die Inneneinrichtung orientieren sich an amerikanischen Bowlinganlagen. Mit Schokolinsen befüllte Automaten machen das Flair perfekt.

Das Endergebnis konnte sich ebenso sehen lassen: Das motivierte Herbrechtinger Team schaffte es deutschlandweit auf Platz fünf und konnte sich damit kleine Pokale und Bowling-Gutscheine sichern. Den Sieg holte ein Team aus Hannover und gewann die 300 Euro sowie den großen Wanderpokal.

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