Wettbewerb Ochsenberg feiert: Die Maibaumfreunde verteidigten ihren Titel

Ochsenberg / Timo Landenberger 21.05.2013
Der Ochsenberger Maibaum darf sich seit Samstag offiziell „schönster Maibaum im Heidenheimer Land“ nennen. Zum zweiten Mal in Folge haben die Maibaumfreunde den Wettbewerb der Heidenheimer Zeitung gewonnen und nahmen jetzt ihren Preis entgegen.

30 Meter misst das Prachtexemplar eines Maibaums, das auf dem Ochsenberger Lindenplatz bolzengerade gen Himmel ragt. Die Maibaumfreunde haben sich ins Zeug gelegt und sie haben es erneut geschafft: Mit beachtlichem Vorsprung verteidigten die amtierenden Champions aus Ochsenberg ihren Titel. Sie gewannen damit den Maibaumwettbewerb der Heidenheimer Zeitung zum zweiten Mal in Folge und sicherten sich Ruhm, Anerkennung, Ehrenplakette und 100 Liter Freibier von der Härtsfelder Familienbrauerei Hald.

Durchaus spannend war zunächst der Start der Online-Abstimmung. Die Favoriten aus Heuchlingen, Sontheim im Stubental und Ochsenberg stürzten sich in ein Krone-an-Krone-Rennen, das schon kurze Zeit später seinen Meister gefunden zu haben schien. Der spätere Gewinner setzte sich an die Spitze und war fortan nicht mehr einzuholen. 3,53 von zehn möglichen Punkten und 910 abgegebene Stimmen für das Ochsenberger Exemplar reichten schlussendlich zu einem deutlichen Sieg vor Heuchlingen mit 2,97 Punkten und 697 Stimmen. Sontheim im Stubental landete mit 2,92 Punkten und 876 Stimmen auf Platz drei.

Einsatz auf den Dörfern größer als in der Stadt

„Noch höher und noch schöner“, schwärmte Hubert Neuburger in Vertretung des Königsbronner Bürgermeisters mit stolzem Blick auf den Baum. Beachtlich sei das Engagement der örtlichen Maibaumfreunde nebst Frauen, die Reisigzweige gekonnt zu ansehnlichen Kränzen zu binden wussten. Redaktionsleiter Hendrik Rupp erinnerte in seinen Grußworten an Sinn und Zweck des alljährlichen Wettbewerbs, den Blick aufs Land zu richten. „Weder Heidenheim noch Giengen oder Herbrechtingen haben teilgenommen“, erläuterte er. In der Stadt sei vielleicht mehr los, aber einen Maibaum gebe es überall und nirgendwo werde er mit soviel Einsatz aufgestellt wie in den Dörfern. Das müsse man auch mal sagen.

Und dass das Aufstellen in einem so eng mit der Forstwirtschaft verbundenen Ort wie Ochsenberg in einem patentreifen Verfahren vonstatten geht, versteht von sich selbst: Mit zwei Seilwinden, Umlenkrollen und einer betonierten Grube nebst schiefer Ebene kann wirklich nichts mehr schief gehen. Seit 1999 wird auf dieses Verfahrern vertraut, als ein Windstoß den damaligen Maibaum aus seiner Verankerung riss und dieser im Fallen gleich noch eine Stromleitung mitnahm.

Noch bis Ende Mai kann der Ochsenberger Titelverteidiger bewundert werden. Denn dann wird das Schmuckstück in einem, wie wäre es anders zu erwarten, nicht weniger spektakulären Prozedere wieder abgebaut. Für die Ochsenberger also erneut ein Grund zu feiern und warum auch nicht? Schließlich müssen 100 Liter Freibier an den Mann respektive die Frau gebracht werden.