Nattheim Nur 3,4 Prozent der Straßen als sehr gut bewertet

Die Firma Kosima GmbH ist 2017 alle Nattheimer Straßen abgefahren.
Die Firma Kosima GmbH ist 2017 alle Nattheimer Straßen abgefahren. © Foto: Archiv/Sabrina Balzer
Nattheim / Joelle Reimer 08.07.2018
Um ein Bild vom Zustand der Nattheimer Straßen zu bekommen, wurden diese gefilmt und ausgewertet.

19,5 Kilometer Gemeindeverbindungsstraßen, 65 Kilometer Gemeindestraßen, sieben Kilometer Nicht-Gemeindestraßen und 129 Kilometer Wirtschaftswege: Rund 220 Kilometer waren es insgesamt, die von der Esslinger Firma Kosima GmbH bei einer Straßenbefahrung vergangenen Sommer aufgenommen und vermessen wurden.

Der Gedanke dahinter: Zum einen braucht die Gemeinde die Zahlen für ihren Haushaltsplan nach der neuen Doppik-Methode – hierbei müssen die Straßen als Vermögen dargestellt werden –, zum anderen soll auf einen Blick ersichtlich werden, in welchem Zustand die Straßen sind und welcher Abschnitt wann saniert werden muss. Hierfür hat die Gemeinde rund 50 000 Euro ausgegeben. Per Video und Laserscan hat Rainer Weinhardt von der Kosima GmbH Informationen zu Baujahr, Straßenabschnitt, Belag, Fahrstreifen, Einbauteile, Unebenheiten oder Spurrillen gesammelt und nun die ausgewerteten Daten und Ergebnisse zu allen 3539 bewerteten Verkehrsflächen vorgestellt.

Schulstraße ist an der Reihe

Etwa 3,4 Prozent der Straßen liegen im Bereich sehr gut, 0,24 Prozent werden als gut eingestuft, 48 Prozent als mittel, 40 Prozent als dringend bzw. kurzfristig zu sanieren (ein bis fünf Jahre) und 6,8 Prozent als überfällig. Die Schulstraße, die laut Liste des Bauamtes als nächste Sanierungs ansteht, liegt in den Bereichen, die bald saniert werden sollten oder überfällig sind.

Um die Liste aktuell zu halten, so Weinhardt, könne die Gemeinde neue Daten selbst einpflegen oder ein Wartungspaket abschließen. Der Gemeinderat nahm die Auswertungen zur Kenntnis und wird zu einem späteren Zeitpunkt über die Schulstraße beraten. „Jetzt haben wir mal eine Agenda und können die Mittel für den Straßenbau rechtzeitig in die Haushaltsplanberatungen einrechnen“, sagte Gemeinderatsmitglied Wolfgang Bernhard.

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