Königsbronn / Klaus Dammann  Uhr
Die für Freitag vorgesehene Vertragsunterzeichnung wurde auf nächste Woche verlegt. Die neue Eigentümergesellschaft hätte bis heute eigentlich eine noch fehlende Summe an Geld aufbringen müssen.

Noch am Mittwoch hieß es seitens des Betriebsratsvorsitzenden von SHW HPCT, Fred Behr, dass an diesem Freitag um 11 Uhr in Frankfurt der Notartermin für die Gründung der neuen Eigentümer-Gesellschaft und die Festlegung der Mitarbeiter-Anteile an der Hüttenwerke Königsbronn GmbH stattfinden soll.

Das hat sich inzwischen aber wieder geändert und der Termin wurde auf einen Zeitraum im Lauf nächster Woche verschoben, so Behr.

Unterlagen wurden nicht fertig

Frank Günther vom Münchner Restrukturierungsunternehmen One Square Advisors begründete die Verschiebung auf Anfrage damit, dass die Anwälte mit der Vorbereitung der Unterlagen nicht fertig geworden seien. Zur Frage, ob das zuletzt noch fehlende Zehntel des Kaufpreisanteils aus Königsbronn mittlerweile aufgebracht worden sei, äußerten sich weder Behr noch Günther.

Hintergrund der Finanzierungslücke ist, dass die künftige Leasingfirma, von der die Hüttenwerke Königsbronn GmbH die Maschinen für ihren Betrieb mieten wollen, die Maschinen erst vom bisherigen Eigentümer erwerben muss. Und dafür fordert die Leasingfirma, dass die SHW einen Kostenanteil übernehmen.

Für die Bezahlung der Maschinen muss bis Freitag noch ein Kaufpreisanteil aufgebracht werden. Ob das klappt, ist völlig offen. Ein Misslingen hätte weitreichende Folgen.

Es hat tatsächlich geklappt. Die SHW HPCT hat einen neuen Eigentümer: die neu gegründete Hüttenwerke Königsbronn GmbH. So schnell wie möglich soll mit 78 Mitarbeitern weiterproduziert werden.