Königsbronn / Klaus Dammann Für die Bezahlung der Maschinen muss bis Freitag noch ein Kaufpreisanteil aufgebracht werden. Ob das klappt, ist völlig offen. Ein Misslingen hätte weitreichende Folgen.

Die gute Nachricht am Tag der Arbeit blieb für die Zukunft der SHW HPCT in Königsbronn vorerst noch aus. Wie der Betriebsratsvorsitzende Fred Behr auf Anfrage schilderte, werde immer noch versucht, das für den Kauf der Maschinen notwendige Geld zusammenzubringen.

„Zur Finanzierung des Kaufpreisanteils aus Königsbronn fehlt noch ein Zehntel“, so Behr am Mittwochmittag. Die Sache müsse jedoch bis Freitag geklärt sein, da an diesem Tag um 11 Uhr ein Notartermin in Frankfurt bestehe, bei dem es um die Gründung der neuen Eigentümer-Gesellschaft und die Festlegung der Mitarbeiter-Anteile gehen werde.

Hintergrund der Finanzierungsfrage ist, dass die bisherige Firma, von der die SHW ihre Maschinen geleast haben, keinen neuen Leasingvertrag mehr mit den SHW abschließen, sondern die Maschinen verkaufen will.

Da dies für das Königsbronner Traditionsunternehmen allein nicht zu stemmen ist, hat man erfolgreich nach einer neuen Leasingfirma gesucht, die die Maschinen ablösen würde. Gefordert werde durch diesen künftigen Eigentümer aber ein finanzieller Eigenanteil der SHW, erläuterte Behr. Sollten die nötigen Mittel aufgebracht werden können, würde die neue Hüttenwerke Königsbronn GmbH die Maschinen dann wieder leasen.

„Wir haben alles probiert“, sagte Behr. Wenn es am letzten Zehntel scheitere, „soll es wohl scheitern“.