Beschluss Niederstotzingen steigt aus beim Klimaschutzmanager

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Niederstotzingen / Klaus Dammann 29.04.2017
Die geplante Beteiligung an einem zweiten Berater wird gestrichen.

Im vorigen Jahr hatte sich der Gemeinderat im Zusammenhang mit dem Klimaschutzkonzept des Landkreises für die Beteiligung an einem zweiten Klimaschutzmanager ausgesprochen.

Dieser soll spezifischer für die mitwirkenden Kommunen da sein und sie bei der Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen beraten. Für Niederstotzingen würde der Berater an 30 Tagen im Jahr zur Verfügung stehen.

Der Kostenanteil der Stadt wurde auf 3500 Euro beziffert. Von den Landkreisgemeinden hatten sich neben Niederstotzingen nur Hermaringen, Königsbronn und Nattheim für die Beteiligung entschieden.

Wie Bürgermeister Marcus Bremer im Gemeinderat ausführte, erhöhe diese geringe Mitwirkung die anteiligen Kosten für die Stadt auf etwa 6000 Euro. Weitere Mehrkosten könnten nicht ausgeschlossen werden. Nattheim sei daraufhin aus den Plänen für den zweiten Klimaschutzmanager ausgestiegen.

Bremer schilderte, dass dies den Stellenanteil weiter reduziere auf 43 Prozent. Hierfür sei es sicherlich schwer, qualifizierte Bewerber zu finden. Darüber hinaus seien ja die Kosten gestiegen.

Der Bürgermeister betonte, dass Niederstotzingen die Umsetzung begrüßt hätte, es nun aber anders aussehe: „Es steht wirtschaftlich nicht mehr im Verhältnis.“ Er beantrage daher, die Beteiligung am zweiten Klimaschutzmanager zu streichen. Unterstützung dafür bekam Bremer aus allen drei Fraktionen des Gemeinderats.

Berthold Wetzler sagte, dass er den Landkreis mehr in der Pflicht sehe. Vielleicht könne der erste, beim Landkreis angesiedelte Klimaschutzmanager mehr auf die Kommunen zukommen. Manfred Roth ergänzte, dass das auch gegen Kostenersatz geschehen könne. Bremer sagte zu, diese Fragen ansprechen zu wollen.

Das Gremium votierte dann einstimmig für den Ausstieg beim zweiten Manager.