Treffen Neujahrsempfang im Dieter-Eisele-Saal

Weniger Teilnehmer als sonst wurden in diesem Jahr beim Neujahrsempfang in Steinheim verzeichnet. Ob es daran lag, dass am selben Abend Bayern München gegen den VfB Stuttgart kickte und in letzter Minute den Sieg davon trug?
Weniger Teilnehmer als sonst wurden in diesem Jahr beim Neujahrsempfang in Steinheim verzeichnet. Ob es daran lag, dass am selben Abend Bayern München gegen den VfB Stuttgart kickte und in letzter Minute den Sieg davon trug? © Foto: Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Steinheim / Klaus-Dieter Kirschner 03.02.2014
Gut aufgestellt sieht Bürgermeister Olaf Bernauer die Albuchgemeinde. Allerdings macht er sich auch Sorgen im Hinblick auf die Kinderzahlen und die künftige Auslastung der vorhandenen Schulen. Beim Neujahrsempfang im Dieter-Eisele-Saal wurde Bilanz gezogen.

Das Akkordeon-Orchester der Musikschule unter Leitung von Margareta Gerny umrahmte den Neujahrsempfang, zu dem die Landfrauen unter ihrer Vorsitzender Ella Holz leckere Happen beisteuerten.

In seinem Bericht zur Lage der Gemeinde sprach Olaf Bernauer zunächst über die Entwicklung der Einwohnerzahl. Die Mitte 2013 erreichte Spitze von 8773 Einwohnern habe nicht gehalten werden können. Sie fiel auf 8537 zurück und damit genau auf den Wert von 2011, der Zahl des Zensus: „Das bedeutet, dass wir wirklich nicht weniger wurden.“

64 neue Erdenbürger wurden registriert. Im Jahr 2012 waren es 73 Geburten. 32 Paare schworen sich ewige Treue. 2012 betraten 43 Paare das Trauzimmer zur standesamtlichen Hochzeit.

Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde nahm im Jahresvergleich von 149 auf 131 Euro ab. Vor wenigen Tagen, so Bernauer, wurde ein Rekordhaushalt mit einem Volumen von 22,5 Millionen Euro beschlossen. Er liegt um 4,2 Millionen Euro über dem des Jahres 2013. „Wir werden 2014 ein weiteres Jahr ohne zusätzliche Kreditaufnahme über die Runden kommen,“ freute sich der Bürgermeister.

In seiner Bilanz der letzten drei Jahre rief Bernauer die jeweils formulierten Ziele in Erinnerungen und meldete Erfolg. Zusammengefasst lautete die Botschaft: „Was wir gesät haben, können wir nun ernten.“ Allerdings waren die Bemühungen beim Aufkauf von Grundstücken, die zu Bauland werden sollen, in Söhnstetten bis dato vergeblich. Die Not ist also groß, wenn der Baulandvorrat nur noch drei Bauplätze umfasst. Da Kommunalpolitik oft mit dem Bohren dicker Bretter zu tun hat, will der Schultes weiterhin sich für den Grunderwerb einsetzen und „dabei Überzeugungsarbeit leisten“.

An Positiven in Söhnstetten wurde hervorgehoben:

  • Die Feuerwehr erhielt ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, das das alte Tanklöschfahrzeug ersetzte;
  • Als Treff für Jugendliche wurde eine Fläche für einen Container bereitgestellt;
  • Der Kunstrasenplatz im Wiesental wurde fertig und wird dieses Jahr eingeweiht;
  • Söhnstetten erlebte 2013 sein erstes Dorffest und sang zum ersten Male
  • ein eigenes Heimatlied.

Im weiteren Verlauf seiner Rede stimmte Olaf Bernauer seine Zuhörer darauf ein, dass 2015 und 2016 als Folge der Systematik des Finanzausgleichs die Lage prekär sein werde. Deshalb sei es allemal gut, in fetten Jahren Pflöcke einzuschlagen und große Vorhaben wie die energetische Sanierung des Rathauses und die Erweiterung des rückwärtigen Feuerwehr-Magazins anzugehen.

Steinheim werde mit seinen Pfunden für viele interessant, führte der Redner aus. Erwähnt wurde der Stolperstein für Sofonias Theuß sowie der Besuch eines japanischen Fernsehteams im Steinheimer Becken.

„Wir tun alles, um den Schulstandort zu halten,“ versicherte der Bürgermeister und verhehlte in dem Zusammenhang seine Sorgen nicht angesichts rückläufiger Schülerzahlen. Gemeinsam würden die Bürgermeister aus Böhmenkirch, Bartholomä und Steinheim sich um Lösungswege mühen. Hier stehe man auch im Kontakt mit Kultusminister Andreas Stoch. Die Kernzeiten-Betreuung wurde ausgeweitet; ab dem Schuljahr 2013/14 können Schulkinder auch nachmittags betreut werden und am Mittagessen teilnehmen. Im kommenden Schuljahr werde das Mittagessen auch weiterführenden Klassen angeboten.

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