Service Neues Gesicht für die Verwaltungen in Bissingen und Hausen

Neue Leiterin des Sachgebiets Bürgerservice im Herbrechtinger Rathaus: Julia Baamann.
Neue Leiterin des Sachgebiets Bürgerservice im Herbrechtinger Rathaus: Julia Baamann. © Foto: Jennifer Räpple
Herbrechtingen / MICHAEL BRENDEL 14.05.2013
Julia Baamann leitet jetzt die Büros der Stadtverwaltung in den Teilorten. Die 33-Jährige, die in ihrer Laufbahn auch schon mit Waffenrecht und Kampfhunden zu tun hatte, sagt: "Manchmal hilft schon Zuhören."

Als Willy Pfalz Anfang des Jahres seinen Schreibtisch im Rathaus räumte und in den Ruhestand wechselte, brachte das nicht nur für ihn Veränderungen mit sich. Auch innerhalb der Stadtverwaltung galt es Aufgaben und Zuständigkeiten neu zu verteilen.

Weil Kirstin Bosch Pfalz' Nachfrage antrat, musste eine neue Leitung für das Sachgebiet Bürgerservice und für die Verwaltungsstellen in Bissingen und Hausen gefunden werden. Die Wahl fiel auf Julia Baamann.

Die 33-jährige Diplom-Verwaltungswirtin aus Burgberg absolvierte ihr Einführungsjahr im Heidenheimer Rathaus, streute Praktika bei der Verwaltung der Staatsgalerie in Stuttgart und bei den Innsbrucker Festwochen ein und studierte an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg.

Anschließend verbrachte sie nach der Geburt ihrer Tochter ein Jahr zu Hause, ehe sie im November 2004 ihren Einstand als Standesbeamtin bei der Stadtverwaltung in Giengen gab. Ab 2009 las sich die Liste der Zuständigkeiten dann etwas anders: Waffen- und Sprengstoffrecht, Bußgeldstelle, Kampf- und gefährliche Hunde.

Dass Baamann vertretungsweise auch für die Straßenverkehrs- und Ortspolizeibehörde verantwortlich zeichnete, kommt ihr in Herbrechtingen zupass. Daneben hat sie sich unter anderem mit Fragen des Glücksspielrechts und mit Wahlen zu beschäftigen.

Die größte Außenwirkung dürfte die Leitung der Verwaltungsstellen in Bissingen und Hausen mit sich bringen. Selbst wenn sich vor Ort nicht jedes Problem auf der Stelle lösen lassen wird, zeigt sich Baamann entschlossen, den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen: „Manchmal hilft schon Zuhören, und ich bin offen für jedes Anliegen, das an mich herangetragen wird.“

Mehrere Punkte haben Baamann dazu bewogen, nach Herbrechtingen zu wechseln. Dazu gehört die Ausdehnung ihres bisherigen Aufgabengebiets ebenso wie die Möglichkeit, als Mutter einer zehnjährigen Tochter und eines fünfjährigen Sohnes mehr als bislang arbeiten zu können.

Einen Ausgleich zu dieser Doppelbelastung findet Julia Baamann beim Sport und mit Vorliebe in den Bergen. Sollten sich dennoch inmitten eines herrlichen Panoramas berufliche Fragen aufdrängen, hat sie einen kompetenten Gesprächspartner an ihrer Seite: Ihr Gatte arbeitet als Verwaltungsbeamter im Heidenheimer Rathaus.