Hebrechtingen Pellets-Kreuzung: Neuer Antrag auf eine Rechtsabbiegespur

Künftig sollen Linksabbieger, die von Giengen auf der Landesstraße L 1082 kommen und wie der Lkw im Bild auf die B 19 Richtung Autobahn fahren, eine eigene Spur haben und die Rechtsabbieger in Richtung Heidenheim ebenfalls. Damit die Pellets-Kreuzung ausgebaut werden kann, bereitet die Stadtverwaltung Herbrechtingen derzeit einen Antrag fürs Regierungspräsidium Stuttgart vor.
Künftig sollen Linksabbieger, die von Giengen auf der Landesstraße L 1082 kommen und wie der Lkw im Bild auf die B 19 Richtung Autobahn fahren, eine eigene Spur haben und die Rechtsabbieger in Richtung Heidenheim ebenfalls. Damit die Pellets-Kreuzung ausgebaut werden kann, bereitet die Stadtverwaltung Herbrechtingen derzeit einen Antrag fürs Regierungspräsidium Stuttgart vor. © Foto: Christian Thumm
Hebrechtingen / Günter Trittner 20.06.2018
Die Stadtverwaltung plant vorsorglich für den Fall, dass es im Gewerbegebiet Vohenstein zu mehr Lkw-Verkehr kommt. Der Grund sind Pläne eines Spediteurs, der sich vergrößern möchte.

Ein alter Plan wird neu aufgelegt. Derzeit bereitet die Herbrechtinger Stadtverwaltung einen Antrag an das Regierungspräsidium Stuttgart vor. Dieser hat zum Ziel, dass an der Kreuzung von Landes- und Bundesstraße beim Pellets-Werk doch eine separate Rechtsabbiegespur für den Verkehr aus Richtung Giengen in Richtung Herbrechtingen angelegt wird.

Diese Abbiegespur hatten bereits die Experten des Fachbüros Modus-Consult als zwingend angesehen, welche im Jahr 2012 die Kreuzung auf Möglichkeiten zu ihrer Ertüchtigung untersuchten. Und auch die Stadtverwaltung, welche seit über zehn Jahren um die Verbesserung der Verkehrssituation bemüht ist, plädierte für eine Rechtsabbiegespur. Doch diese kam nicht nur Ausführung, weil für sie erhebliche Bauarbeiten nötig sind. Für die separate Spur muss eigens Gelände aufgeschüttet werden.

Ampelanlage anfangs kritisiert

Seit Ostern 2014 sorgt an Ort und Stelle eine Ampelanlage dafür, dass an der früher unfallträchtigen Kreuzung im Besonderen schwere Lkw eine Chance haben, von der Landesstraße nach links in Richtung Autobahn abzubiegen. Die anfangs stark kritisierte Ampel, deren Phasen nachjustiert werden mussten, läuft inzwischen klaglos.

Dass die Stadtverwaltung derzeit wieder die Rechtsabbiegespur ins Gespräch bringt, geschieht aus Voraussicht. Im Rathaus weiß man von Plänen eines ortsansässigen Spediteurs, sich im Vohenstein zu vergrößern. Dies würde zu mehr Lkw-Verkehr an dieser Kreuzung führen und, so Dieter Frank, der Fachbereichsleiter Bau, auch zu einer nicht mehr ausreichenden Verkehrssteuerung durch die Lichtsignalanlage. Kurz, es werde wieder zu Rückstaus kommen.

Bund und Land brauchen Zeit

Weil man bei der Stadtverwaltung auch die Erfahrung gemacht hat, dass es Zeit brauchen kann, bis Bund und Land als Baulastträger an dieser Kreuzung sich auf eine Lösung verständigen, möchte man möglichst früh die Rechtsabbiegespur wieder ins Spiel bringen. Technisch, so Frank, sei es machbar das Gelände aufzuschütten und die Böschung abzustützen, so dass eine weitere Spur Platz findet.

An der noch ampellosen Kreuzung war es zu Wartezeiten bis viereinhalb Minuten Länge gekommen.

Erhobene Daten und eine Prognose der letzten Verkehrszählung

Auf das Jahr 2012 datiert die letzte Verkehrszählung im Kreuzungsbereich beim Pellets-Werk zurück. Berücksichtigt wurde dabei, dass in den angrenzenden Industriegebieten Vohenstein und Längenfeld noch zehn Hektar für Ansiedlungen von Unternehmen frei sind. Angenommen wurde vom Fachbüro Modus-Consult sowohl eine niedere als auch eine hohe Frequenz an diesen drei Flächen.

Den gewonnenen Daten zufolge ist täglich mit 7600 Fahrzeugen auf der L 1082 vor der Kreuzung zu rechnen. Auf der Bundesstraße in Richtung Autobahn sind 12 700 Fahrzeuge unterwegs, in Richtung Herbrechtingen oder von dort her kommend 17 500 Fahrzeuge. Beim Schwerverkehr über 3,5 Tonnen lauten die Vergleichsdaten 720, 1680 und 1470 Fahrzeuge.

In der Prognose für 2025 mit hoher Frequenz der Industriegebiete geht das Fachbüro von 9700 Fahrzeugen auf der L 1082 aus. Von der Bundesstraße wird der Knoten dann von 15 300 beziehungsweise 20 800 Fahrzeugen angefahren. Darunter sind auf der Landesstraße 1200 Fahrzeuge, die dem Schwerverkehr zugerechnet werden. Auf der B 19 werden in dieser Kategorie im Jahr 2025 rund 2350 bzw. 1850 Fahrzeuge erwartet.

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