Alter Friedhof Neue Urnenanlage: Auf den ersten Blick wie eine Parkanlage

Die neue Urnengrabanlage auf dem Alten Friedhof ist eingeweiht. Mit der Wahl eines Grabes geht der Abschluss eines Pflegevertrags über die gesamte Laufzeit einher. Ein Grab ist bereits belegt.
Die neue Urnengrabanlage auf dem Alten Friedhof ist eingeweiht. Mit der Wahl eines Grabes geht der Abschluss eines Pflegevertrags über die gesamte Laufzeit einher. Ein Grab ist bereits belegt. © Foto: privat
Herbrechtingen / HZ 04.05.2018
Neue Urnenanlage ist eingeweiht. Mit dem Grab ist ein Dauerpflegevertrag verbunden.

Angelegt ist sie schon geraume Zeit, nun ist die neue Urnengrabanlage auf dem Alten Friedhof offiziell eingeweiht. Diese hat eine Besonderheit. Mit der Wahl einer Grabstätte wird zugleich für diese ein Pflegevertrag durch einen Gärtner abgeschlossen. Für Beigeordneten Thomas Diem hat der Friedhof mit dieser Anlage eine deutliche Aufwertung erfahren. Für die Gestaltung habe man bewusst neue Formen gewählt. Die neue Urnengrabanlage ist kreisförmig angelegt, die Wege durchziehen sie in geschwungenen Linien. Bäume bilden ihr Zentrum. Zudem sind Ruhebänke aufgestellt. Auf den ersten Blick, so Diem, denke man eher an eine Parkanlage.

Thomas Vogt, der Vorstandsvorsitzender der Württembergischen Friedhofsgärtner, verwies auf den Vorteil, den Hinterbliebene mit der Wahl dieser Grabstätte haben. Die Grabpflege übernimmt über die gesamte Ruhezeit ein qualifizierter Friedhofsgärtner. „In Herbrechtingen wird es die Gärtnerei Huber aus Heidenheim sein“ Die Hinterbliebenen müssten weder gießen, Unkraut jäten noch anpflanzen. Bepflanzt sind die Grabstätten durchgängig mit Bodendeckern. Das Grabmal ist ein Liegestein oder eine Stele.

Die Grabanlage beinhaltet Urnenwahlgräber zur Beisetzung von bis zu zwei Urnen, die an den äußeren Kreisen angelegt sind. Wahlweise ist hier eine saisonale Wechselflorbepflanzung möglich. Weiterhin bietet die Grabanlage Urnengräber in einer Gemeinschafts-grabanlage rund um eine Baumpflanzung. Man erhält eine feste Kosten- und Gebührenzusage mit Abschluss des Dauergrabpflege-Treuhandvertrages und dem Erwerb der Nutzungsrechte.

Beate Limberger für die katholischen Kirche sowie Pfarrer Hans-Georg Karle für die evangelische Kirche betonten, dass die neue Grabanlage eine zeitgemäße und attraktive Bestattungsalternative sei. Die Gesellschaft sei zwar zunehmend anonymer und mobiler, dennoch würden die Menschen einen Ort der Trauer benötigen, an dem Rituale, wie das Ablegen von Blumen oder das Aufstellen von Kerzen möglich wären.