Dettingen / Ulrich Bischoff Seit Monaten wird in der neuen Dettinger Lindenhalle Sport getrieben. Jetzt folgte die offizielle Einweihung.

Das teuerste Hochbauprojekt in der Geschichte der Gemeinde Gerstetten, die Lindenhalle in Dettingen, wird zwar bereits seit Monaten von den Sportlern genutzt – zu einer offiziellen Übergabe aber ist es bislang nicht gekommen. Mit prominenten Gästen, viel Musik und Gesang wurde dies am Samstag nachgeholt.

10 000 Euro für die Gemeinde

In Bezug auf den teils schwierigen Bauverlauf lobte Ortsvorsteherin Anette Lindenmaier das Engagement des Rathaus-Teams. Bewährt habe sich außerdem die Mitarbeit der Baukommissionen. Der TSV Dettingen könne sich inzwischen über neue Mitglieder freuen – auch weil der Dettinger Traditionssport Handball jetzt ideale Bedingungen vorfinde. Als Dank überreichte sie Bürgermeister Roland Polaschek einen Scheck über 10 000 Euro als Baukostenzuschuss der Dettinger Vereinswelt.

16 Dankadressen der Vereinswelt

Im Namen der Vereine hatte Steffen Renner im Vorfeld der Feier eine Unterschriftsammlung organisiert: 16 großformatige Dankadressen aller Dettinger Vereine waren an die Nordfront der Halle gepinnt. Der Musikverein dankte zudem mit den Stücken „Sterne der Heimat“ und „Sehnsucht nach dir“, die „Wuselware“ des Kindergartens trat mit den Grundschulkindern grüßte mit „Halli-Hallo“, vier Tanzpaare der Landjugend Dettingen-Hausen zeigten in Trachten den Zillertaler Hochzeitsmarsch, die Chorgemeinschaft Dettingen-Heuchlingen besang die Freiheit der Gedanken mit einer gelungenen Pantomime und die Turner-Kinder des TSV und die Volleyballspieler zeigten ebenfalls ihr Können. Zudem lief im Vereinszimmer eine Dia-Schau mit Bildern vom Abbruch der alten und vom Bau der neuen Halle.

Grußworte und Lob

Andreas Stoch (SPD), der zusammen mit den Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter (CDU) und Margit Stumpp (Grüne) gekommen war, hob hervor, dass es gerade im ländlichen Raum wichtig sei, witterungsunabhängig Sport betreiben zu können. Auch der Erste Landesbeamte Peter Polta sprach in Vertretung des Landrats von einem großen Tag. Mit der Mehrzweckhalle kehre der Sport auf die Alb zurück. Gabor Pandi, Vizebürgermeister der Partnerstadt Werischwar, der zusammen mit Janós Feldhofer gekommen war, zeigte sich „ein bisschen neidisch“. Er hoffte, dass so ein stolzer Bau auch in Ungarn einmal möglich werde.