Baufortschritt Neue Bibrishalle in Herbrechtingen zeigt bald ihr Gesicht

Für die Abdichtung des 700 Quadratmeter großen Vordachs der neuen Bibrishalle wurde im Baugerüst ein eigener Boden eingezogen. Die Platten werden noch verputzt.
Für die Abdichtung des 700 Quadratmeter großen Vordachs der neuen Bibrishalle wurde im Baugerüst ein eigener Boden eingezogen. Die Platten werden noch verputzt. © Foto: Markus Brandhuber
Kreis Heidenheim / Günter Trittner 04.09.2018
Nach der Abdichtung des Vordachs kann an der Seite des Eingangs das Gerüst abgebaut werden. Der Anschluss ans Nahwärmenetz erfolgt in Kürze.

Nur noch wenige Wochen und die neue Bibrishalle wird zur Stadt hin unverhüllt ihr Gesicht zeigen. Ende September wird vor den Eingängen in die Sport- und Mehrzweckhalle das Baugerüst nicht mehr benötigt. Derzeit sind Rahmen, Leitern und Bohlen für die Bauarbeiten noch unverzichtbar. Gerade werden die letzten offenen Stellen des 700 Quadratmeter großen Vordachs mit zwölf Millimeter dicken Platten nach unten abgedichtet. Auf diese Platten kommt dann der weiße, leicht abgedunkelte Außenputz.

Abwehr von Tauben

Der Gemeinderat hatte sich für eine Abdichtung des Vordachs entschieden, weil zu erwarten sei, dass die sonst frei liegenden mächtigen Leimbinder stark verschmutzen und zum Stammplatz von Tauben werden. Der finanzielle Aufwand von 200 000 Euro erklärt sich für Dieter Frank, den Fachbereichsleiter Bau, auch durch den hohen Aufwand für die Abdeckung. Damit die Platten halten, musste zuerst eine komplexe Trägerkonstruktion aus Holz und Metall gebaut und montiert werden.

Wärme wird gebraucht

Vor der Fassade der neuen Bibrishalle befindet sich derzeit auch eine Baustelle der Technischen Werke Herbrechtingen. Diese haben für den Anschluss der Sport- und Mehrzweckhalle an die Nahwärmeversorgung auf einer Länge von 180 Meter altershalber beide Rohre ausgetauscht. Ihren Ausgangspunkt hat die Rohrleitung, welche noch das Schulzentrum, die bestehenden Sporthallen und das Rathaus mit Wärme versorgt, beim Blockheizkraftwerk der TWH am Stockbrunnen. Über ein Rohr wird heißes Wasser in die Gebäude geliefert, über das andere fließt das kalte zurück. „Es ist immer ein Kreislauf“, erläutert Frank. Noch im Bau ist die Übergabestation in der neuen Bibrishalle. Sie wird in wenigen Tagen in Betrieb gehen. „Dann haben wir Wärme im Haus.“ Und diese wird auch gebraucht, damit der Estrich gut trocknet. Überall da, wo eine Fußbodenheizung ausgelegt ist, wird der Untergrund für die Bodenbeläge derzeit aufgebracht.

Photovoltaik auf dem Dach

Mitte September wird auch wieder auf dem bereits fertig abgedichteten Dach gearbeitet. Dann wird dort die Photovoltaik-Anlage montiert. Die Module werden paarweise in Ost-West-Ausrichtung wie ein kleines Satteldach aufgestellt. Auf 600 000 Kilowattstunden ist der jährliche Energiebedarf der neuen Bibrishalle berechnet. 620 000 KWh brauchten die beiden alten Hallen.

Mensa geht extra

Das scheint wenig Ersparnis, wenn man den großen Aufwand für die Dämmung der neuen Halle sieht. „Aber im Neubau kommt ja noch eine Mensa hinzu“, verweist Frank auf das Mehr an Fläche, die gewärmt werden will.

Den Strom von der Photovoltaikanlage speist die Stadt in ihr eigenes Leitungsnetz ein. Auch dieses ist derzeit eine Baustelle. Im Zuge des Neubaus der Halle wird die Trafostation, die auf dem Parkplatz platziert war, zum Buigen-Gymnasium verlegt.

Bald kommt der Außenputz

Wenn im Eingangsbereich das Gerüst abgebaut wird, wird sogleich mit der Gestaltung der Außenanlagen begonnen. In diesem Zeitraum wird auch die ganze Halle sukzessive verputzt. Bis Ende Oktober sollte das geschehen sein. Der ausgewählte Farbton gleicht dem Gelb des Jura-Gesteins.

Technisch vorbereitet wird jetzt schon der Abriss der alten Bibrishalle. Die Ausschreibung der Arbeiten soll im Frühjahr erfolgen. Frank rechnet mit acht Wochen Abbrucharbeiten.

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