Dischingen 8000 rocken ab Freitag am Härtsfeldsee

Ab Freitag gibt es in Dischingen wieder Crowd Surfing, Headbanging und Heavy Metal. Das Festival „Rock am Härtsfeldsee“ geht in die 22. Runde.
Ab Freitag gibt es in Dischingen wieder Crowd Surfing, Headbanging und Heavy Metal. Das Festival „Rock am Härtsfeldsee“ geht in die 22. Runde. © Foto: Markus Brandhuber/Archiv
Dischingen / Patrick Vetter 27.06.2018
Größeres Zelt und abwechslungsreiches Line-up: Das Festival vor den Toren Dischingens geht am Wochenende in die 22. Runde, und schon zwei Wochen vor Beginn waren alle 8000 Karten weg.

Eintrittskarten gibt es keine mehr. Schon zwei Wochen vor der 22. Ausgabe von „Rock am Härtsfeldsee“ waren alle 8000 Karten ausverkauft, und „das ist eigentlich nicht ungewöhnlich“, sagt der Mitorganisator des Festivals, Ralf Eberhardt. Froh ist man trotzdem im Verein „Jugend Dischingen“, der das Heavy-Metal-Spektakel ausrichtet, dass auch dieses Jahr beim Kartenverkauf alles rund lief und es wieder keine Abendkasse geben wird. „Die meisten Tickets werden über unseren Online-Shop verkauft“, so Eberhardt.

Schwieriger, als das Publikum zu begeistern, sei es für ein Festival in überschaubarer Größe wie das Dischinger, dass die Bands der Einladung aufs Härtsfeld überhaupt folgen. Doch auch mit dem Line-up ist Eberhardt heuer vollauf zufrieden: „Außer „Iced Earth“ sind alle Bands dieses Jahr das erste Mal da“, freut er sich über das abwechslungsreiche Programm.

„Xplict“ als lokale Band

Die US-amerikanische Gruppe „Iced Earth“ spielt ihre Power-Metal-Hymnen direkt am Freitag, dem Eröffnungstag des Festivals. Sie sind bereits zum dritten Mal am See. Ihre Kollegen von „Testament“ um Frontmann Chuck Billy, die genauso aus den USA kommen, treten ebenfalls am ersten Tag auf.

Darüber hinaus werden am Freitag mit ihrem Dark Rock auch die im Jahr 2007 gegründete deutsche Band „Lord of the Lost“ zu erleben sein. Des Weiteren die Schwäbisch Gmünder Band „Xplict“, die ursprünglich aus einer Schülerband entstand, heute aber auf großen Bühnen und nun auch am Festival-Freitag am Härtsfeldsee spielt. Das Programm des ersten Tages komplettieren „Grizzly“, „Mr. Hurley und die Pulveraffen“.

Am Samstag spielt Accept und Betontod

Am Samstag spielt die deutsche Heavy-Metal-Institution „Accept“ als Headliner im Festzelt in Dischingen für die Rockergesellschaft. Nur auf wenigen Festivals tritt das Quintett in diesem Sommer mit ihrem Erfolgsalbum „The Rise of the Chaos“ auf. Zu hören gibt es bei der Gelegenheit selbstverständlich Songs wie „Metal Heart“, „Balls to the Wall“, „Fast as a Shark“, „Teutonic Terror“ und viele andere mehr. Am zweiten Festivaltag sorgt „Betontod“ mit deutschsprachiger Rock- und Punkmusik für etwas Abwechslung.

Am Samstag ebenfalls im Einsatz ist die Band „Turbobier“, die sich in einem ähnlichen Genre bewegt. Mit „Death Angel“ konnte das dritte Schwergewicht aus den Vereinigten Staaten für die 22. Auflage des Festivals gewonnen werden. Außerdem treten am Festival-Samstag die Alternative-Rock-Band „Annisokay“ aus Halle und die Metaller von „Tenside“ auf.

„Accept“ als Hauptattraktion

Am meisten freut sich Ralf Eberhardt auf die Stimmungsmacher von „Iced Earth“, „Accept“, die eine Hauptattraktion sein werden, und die mit „Metallica“ befreundete Thrash-Metal-Gruppe „Death Angel“. „Die haben wir schon seit einigen Jahren versucht, an den See zu bekommen“, erklärt zu letzterer Band Eberhardt. Diese Saison hat es geklappt.

Inzwischen, so Eberhardt, gebe es immer mehr neue, auch kleinere Festivals. Das erschwere das Anwerben der Acts, auch wenn dieses Jahr fast alles geklappt und man ein ganz neues Programm habe. „Das Line-up ist kein Wunschkonzert mehr“, bedauert Eberhardt: „Es gibt zu viele Festivals. Die Bands riechen das auch, und dann gehen eben die Gagen hoch.“

Das Geheimnis des Dischinger Festivals sei dessen mittlerweile langes Bestehen. Über die 22-jährige Geschichte von „Rock am Härtsfeldsee“ sind viele Kontakte in der Szene entstanden. „Vielen gefällt auch, dass wir als eher kleineres Festival schon so lang dabei sind“, erklärt Eberhardt.

60 Helfer beim Aufbau

Am Samstag, 23. Juni, wurde von rund 60 Helfern aus dem Verein „Jugend Dischingen“ bereits das Gelände vorbereitet und das Festivalzelt aufgebaut. Mit 60 auf 30 Metern ist es das größte, das je am See stand. Trotzdem werden nicht mehr Gäste kommen. Durch das begrenzte Gelände an dem See und aus Naturschutzgründen sei man laut Eberhardt auf die 8000 Gäste über das Wochenende beschränkt. Mehr wolle man aber auch nicht. Beim Festival selber sind nochmal knapp 80 Vereinsmitglieder und 40 bis 50 Feuerwehrleute aus Ballmertshofen im Dienst auf dem Campingplatz und im Zelt. Für die Ton- und Lichttechnik ist schon seit Jahren dieselbe Firma zuständig. Bei solchen Dinge sei man mittlerweile eingespielt. Das sei das Gleiche bei der Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Das sei alles schon Routine. „Die Gemeinde unterstützt uns, weil das Festival den Namen Dischingen nach außen trägt“, sagt Eberhardt.

Los geht das Programm im Zelt bei „Rock am Härtsfeldsee“ übrigens an beiden Tagen des Festivals um 17.30 Uhr.

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