Musikkapellen bestehen Wertungsspiel des Kreisverbands

Klaus-Dieter Kirschner 19.03.2012
Einen Tag nach dem prächtigen Frühlingskonzert des Musikvereins Heldenfingen in der Kliffhalle folgten am Sonntag an gleicher Stelle die Auftritte der Musikkapellen bzw. Solisten beim Wertungsspiel des Blasmusikverbandes.

Der Publikumsandrang war früh am Morgen zunächst sehr verhalten, steigerte sich dann aber bis zur vollbesetzten Kliffhalle. Das Wertungsspiel hatte zunächst der stellvertretende Kreisvorsitzende Reinhard Böhm eröffnet, das Wertungsgericht vorgestellt und sich auf interessante Musikdarbietungen gefreut.

Kreisjugendleiter Daniel Salemi kündigte die jeweiligen Stücke an, die zur Aufführung gelangten. Insgesamt war dies eine richtige Leistungsschau und ein Beispiel dafür, auf welch hohem Niveau im Kreis Heidenheim die Musikvereine zu musizieren verstehen. Der Musikverein Steinheim war der einzige, der für seinen Auftritt einen Stundenchor einstudiert. Das heißt, eine Stunde vor dem Auftritt werden die Noten ausgehändigt. Das Orchester muss dann sehen, wie es das alles noch auf die Reihe bringt.

Ein Junge tat dann wirklich allen leid. Ihn überkam die Prüfungsangst. Er brach sein Vorspiel ab und flüchtete hinter die Bühne. Die Mama wie auch die Wertungsrichter konnten den Nachwuchsmusiker davon überzeugen, dass er doch ruhig seinen Beitrag bringen möge. Schließlich habe er doch so lange und auch so hingebungsvoll dafür geübt. Der Bub ließ sich überzeugen und am Ende war es die Note „sehr gut“. Was will man mehr, zumal der Beifall in dem Falle ein extra großer gewesen und eine ebensolche Enttäuschung erspart geblieben ist.

Bei der späteren Bekanntgabe der Ergebnisse des Wertungsspiels 2012 dankte der Kreisvorsitzende und Vizepräsident des Blasmusikverbands Baden-Württemberg, Dr. Josef Habelt, den Wertungsrichtern, dem gastgebenden Musikverein Heldenfingen und allen, die sich der Prüfung gestellt und insgesamt alle prima abgeschnitten haben. Ein Viertel der Musikvereine habe sich in diesem Jahr am Wertungsspiel beteiligt. Nächstes Jahr werden es sicher wieder einmal mehr sein, hoffte Dr. Habelt.

Als Wertungsrichter waren auf die Ostalb gekommen: Rainer Mäder (Burgrieden) Heribert Leibfried (Neckarsulm), Frieder Geiger (Gschwend) und Erwin Gutmann (Illingen). Frieder Geiger führte den Vorsitz.

Die Ergebnisse des Wertungsspiels sehen wie folgt aus:

In der Oberstufe traten der Musikverein Steinheim und der Musikverein „Harmonie“ Gerstetten an. Unter Dirigent Norbert Hann führten die Steinheimer den Stundenchor „Irish Castle“ und das Selbstwahlstück „Cabo Verde“ auf. Die Note: „hervorragend“. Der Musikverein Gerstetten kam mit Dirigent Marco Erhardt auf ein „sehr gut“ und hatte die „Second Suite in F“ und die „Flashing winds“ zu Gehör gebracht.

Das Jugendblasorchester der Musikschule Heidenheim unter Jürgen Degeler und die aktive Blaskapelle des Musikvereins Sontheim/Brenz unter Stabführung von Norbert Hann nahmen in der Mittelstufe am Wertungsspiel teil. Das Jugendblasorchester erhielt für die Stücke „Montanas des Fuego“ und „In all ist's Glory“ die Note „hervorragend“. Der Musikverein Sontheim spielte „Rhapsodie Truffee“ und „Free World Fantasy“ und wurde mit „sehr gut“ beurteilt.

In diesem Jahr waren nur zwei Solo-Vorspiele angekündigt worden. Michael Benning vom Musikverein Steinheim bekam als Tuba-Bläser für die Etüden Nr. 8 und Nr. 15 sowie den „March dans le soleil“ die Gesamtnote „hervorragend“. Mit „sehr gut“ schnitt Benedikt Baumann vom Musikverein Sontheim ab. Seine Vortragstitel: „Easy come, easy go“, „Springtanz“ und „Arie und Menuett“.