Fremo-Treffen Modellbahner-Treffen in Sontheim: Verspätungen inklusive

Laura Strahl 23.08.2017
Dutzende Modellbahnfans aus Süddeutschland waren vergangene Woche in Sontheim zu Gast. Eine Fortsetzung des Regionaltreffens ist geplant.

Bei den Modelleisenbahnern ist es wie beim Zugbetrieb im wahren Leben: „Verspätungen sind leider nicht zu vermeiden“, sagt Uwe Siedentop und lacht. Technische Probleme? Gebe es natürlich auch im Miniatur-Bahnbetrieb immer wieder. Und irgendwie, so denkt man sich, muss das wohl genauso sein: Bei mehrtägigen Treffen wie dem des Freundeskreises Europäischer Modellbahner (Fremo) vergangene Woche in der Sontheimer Hermann-Eberhardt-Halle soll der Bahnbetrieb schließlich so originalgetreu ablaufen wie nur irgend möglich.

Ein Teil der 30 bis 40 aus ganz Süddeutschland angereisten Modelleisenbahner hatte sich deshalb auf einen ganz bestimmten Zeitraum festgelegt: Fahrzeuge und Landschaften sollten denen der 1960/1965-er Jahre entsprechen. Epoche III, wie man unter Modelleisenbahnern sagt. Nach dem Aufbau am Donnerstag, also dem Zusammenstückeln der mitgebrachten Gleise nach einem zuvor ausgeklügelten Plan, ging's schließlich los. Gefahren wurde strengstens nach Fahrplan. Bedeutet: Die Abfahrtszeiten wurden – jedenfalls dann, wenn die oben genannten technischen Problemchen den Zugführern keinen Strich durch die Rechnung machten – exakt eingehalten, die Signaltechnik beachtet und die Bremswege berücksichtigt.

Auf Sicht fahren? Mit der Hand ins Schienensystem eingreifen? Beides nicht erwünscht. Schließlich ist das im echten Bahnverkehr auch nicht möglich. Bei den Teilnehmern kam diese Regelung bereits im vergangenen Jahr bei der Premiere des Fremo-Regionaltreffens in Sontheim/Brenz gut an. Nach der Wiederholung in diesem Jahr soll es daher aller Voraussicht nach auch nächstes Jahr wieder ein Treffen geben. „Das wird sich in Sontheim etablieren“, zeigt sich Organisator Siedentop überzeugt. Als Mitglied der Sontheimer Interessengemeinschaft für Brauchtum und Technik kennt er sich vor Ort gut aus. Als man vergangenes Jahr für das Fremo-Treffen keine Halle in Heidenheim finden konnte, kam ihm daher Sontheim als Ausweichquartier in den Sinn. „Mit unserer Wahl sind wir sehr zufrieden“, sagt Siedenhop.

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