Ballmertshofen Das Programm des Filmfests in Ballmertshofen

Ballmertshofen / Joelle Reimer 23.07.2018
Am Wochenende vom 27. bis 29. Juli verwandeln sich die Wiesen um Ballmertshofen wieder zu einem großen Freiluft-Kinogelände. Auch die Regisseure zweier Filme werden vor Ort sein.

Sommerzeit ist Freiluftzeit. Nicht nur Theater und Konzerte wandern von den Sälen in die Natur, auch Kino findet plötzlich nicht mehr überdacht, sondern open-air statt. Und hier muss neben dem Open-Air-Kino im Heidenheimer Brenzpark im gleichen Atemzug auch das Filmfest in Ballmertshofen genannt werden, das dieses Jahr bereits zum 41. Mal stattfindet und die große Filmwelt auf die Leinwände der kleinen Härtsfeldgemeinde bringt.

Bis zu 400 Besucher

Von Freitag, 27. Juli, bis Sonntag, 29.Juli ist es also wieder so weit. „Ein tolles Ereignis mit unglaublich vielen Besuchern – mit bis zu 400 Gästen sind das meist mehr, als das Dorf Einwohner hat“, sagt Udo Legner, der für die Organisation verantwortlich ist. In Ballmertshofen leben nämlich 393 Menschen (Stand 31. Dezember 2017).

Vor allem für die Menschen aus der Region sei das Filmfest ein jährlicher Anziehungspunkt – „und der Vorteil ist: Leute, die oft und gern ins Kino gehen, haben dennoch die wenigsten Filme schon gesehen, die bei uns laufen“, so Legner.

Denn in Ballmertshofen will man ein Alternativprogramm zu den herkömmlichen Blockbustern und Publikumslieblingen bieten. Kritische, filmisch wertvolle, seltene und anspruchsvolle Streifen sollen hier über die Wände der Kinosäle im Gemeindehaus und im Scheunenkino flimmern. „Wir gehen als Organisator natürlich selbst oft ins Kino und besuchen andere Kino-Festivals, um das richtige Programm auszusuchen“, erklärt Legner.

Eine Besonderheit sind sicherlich die zwei deutschen Filmproduktionen, zu denen auch die Regisseure anwesend sein werden: „Genkingen – Ein schwäbisches Volksmärchen“ am Samstag, 28.Juli, um 15.15 Uhr im Scheunenkino und „Widerstand ist Pflicht“, eine Dokumentation über ein Theaterprojekt zum Mössinger Generalstreik, am Sonntag, 29. Juli um 11 Uhr.

Yoga, Filme und Lagerfeuer

Das Filmfest in Ballmertshofen ist pures Kinovergnügen. Und doch ist es noch etwas mehr – neben den Filmen gehört auch das umfassende Rahmenprogramm mit dazu, um ein echtes Festival-Feeling aufkommen zu lassen. Kinderprogramm, ein gemeinsamer Lauf, Lagerfeuer, Fußball und Yoga sind ebenso dabei wie ein Bob-Dylan-Vortrag oder Konzerte von „Deadline 54“ und „Bene & Band“.

Wer bis in die Nacht Filme schaut, braucht einen geeigneten Schlafplatz. Dank der bereits jahrelang praktizierten Kooperation mit Wiesenbesitzern, Anliegern, dem Kindergartenverein und der Gemeinde Dischingen entsteht für dieses Wochenende eine eigene Filmfestwiese mit Camping- und Zeltplätzen.

Diese Filme laufen beim Filmfest Ballmertshofen

Am Freitag, 27. Juli, wird um 19 Uhr „Wilde Maus“ und um 21.30 Uhr „Three Billboards outside Ebbing Missouri“ beim Filmfestival in Ballmertshofen gezeigt.

Am Samstag, 28. Juli, läuft um 11 Uhr „Code of Survival“, um 15 Uhr „Wunder“, um 17 Uhr „66 Kinos“, um 19 Uhr „Die göttliche Ordnung“ und um 23 Uhr „Lucky Logan“.

Im Scheunenkino läuft um 11.15 Uhr „Paddington 2“ und um 15.15 Uhr „Genkingen - Ein schwäbisches Volksmärchen“.

Am Sonntag, 29. Juli, läuft „Widerstand ist Pflicht“ um 11 Uhr, „Was werden die Leute sagen“ um 15 Uhr, „Loving Vincent“ um 17 Uhr, „Der Wein und der Wind“ um 19 Uhr und „Aus dem Nichts“ um 21.30 Uhr.

Im Scheunenkino läuft um 11.15 Uhr „Mein Leben als Zucchini“.

Wie entstand das Filmfest?

Das Ballmertshofener Filmfest findet seit 1978 statt und zieht mittlerweile bis zu 400 Besucher in die Härtsfeldgemeinde. Zurück geht es auf die Legner-Geschwister Heida, Udo, Gabi und Beate. Die Begeisterung für Filme haben die Geschwister von ihrem Vater. Schon Jahre vor dem ersten Filmfest seiner Kinder führte der Lehrer Filme im Schulhaus vor. Das Flackern auf der Leinwand und das Rattern des Projektors prägte die Kinder offensichtlich.

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