Dunstelkingen Mehr Freiheit für künftige Bauherren

Dunstelkingen / Klaus Dammann 11.08.2018
Aus dem Jahr 1967 stammt der Eglinger Bebauungsplan „Lehnlesheck“. Vieles darin gilt als überholt.

Ein allgemeines Wohngebiet und ein Kleinsiedlungsgebiet – das sind die Nutzungsfestsetzungen für den Bebauungsplan „Lehnlesheck“, der den südöstlichen Bereich von Eglingen betrifft. 1967 wurde die Planung von der damals noch selbstständigen Gemeinde beschlossen. „Es ist einer von vielen uralten Bebauungsplänen in der Gemeinde“, stellte Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl bei der Sitzung des Gemeinderats in Dunstelkingen fest.

Damals seien starke Einschränkungen für Bauwillige im Plan festgelegt worden, so Jakl. Davon sei einiges nicht mehr zeitgemäß und deshalb gelte es nun, den Bebauungsplan zu ändern.

Ingenieur Helmut Kolb aus Steinheim erinnerte daran, dass Nebengebäude und Garagen nur in den Baugrenzen zulässig waren. Bei den Dachformen seien ausschließlich Satteldächer mit 30-Grad-Neigung erlaubt gewesen, Dachaufbauten waren verboten. Jetzt gehe es darum, den Bauherren mehr Freiheiten zu gewähren.

Dachformen freigegeben

Wenn nur kleinere Dinge geändert würden, könne dies im vereinfachten Verfahren geschehen, so Kolb. Die Grundstücke seien zumeist bebaut und planerisch werde im Änderungsentwurf alles übernommen. So bleibe die Baugrenze, ebenso die bauliche Nutzung und die Aufteilung in Bereiche mit Ein- und Zweigeschossigkeit sowie Kleinsiedelgebiet. Herausnehmen werde man die Vorgabe der Firstrichtungen und der Dachformen, Nebengebäude sollen auch außerhalb der Baulinien möglich sein.

Sattel-, Walm-, Pult und auch Flachdächer sollen zulässig sein, sagte Kolb. Bezüglich Farbe und Eindeckung solle es keine Einschränkung mehr geben – glänzende oder spiegelnde Materialien ausgenommen. Flächige Verglasung und Solaranlagen werden erlaubt. Beim Satteldach seien Firsthöhen von acht bis 8,50 Meter, beim Pultdach maximale Wandhöhen von sieben Meter möglich.

„Die Änderung gibt den Bauherren viel mehr Spiel- und Freiräume“, betonte Bürgermeister Jakl. Mit dem vereinfachten Verfahren könne alles ziemlich rasch umgesetzt werden.

Eine ganze Reihe von Beschlüssen hatte der Gemeinderat dann zum Bebauungsplan „Lehnlesheck“ zu fassen, die alle einstimmig ausfielen. Zunächst war dies die grundlegende Entscheidung für die Änderung, dann die Billigung des Entwurfs von Ingenieur Kolb. Des weiteren wurde beschlossen, die Öffentlichkeit und die Behörden zu beteiligen und den Entwurf öffentlich auszulegen.

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