Verkehr Marode Straßen: Königsbronn macht einen Anfang

Blick in die Waldsiedlung Königsbronn, Forstweg: Im Zuge anstehender Straßensanierung soll hier die Verkehrsinsel ebenso entfallen wie auch der grüne Parkrandstreifen. Zugunsten breiteren Straßenraums wird er durch Parkbuchten ersetzt.
Blick in die Waldsiedlung Königsbronn, Forstweg: Im Zuge anstehender Straßensanierung soll hier die Verkehrsinsel ebenso entfallen wie auch der grüne Parkrandstreifen. Zugunsten breiteren Straßenraums wird er durch Parkbuchten ersetzt. © Foto: Foto: Gerhard Stock
Königsbronn / gerhard stock 12.06.2014
Zwischen sieben und elf Millionen Euro würde es kosten, alle maroden Straßen im Gemeindebereich auf Vordermann zu bringen. Mit einem Aufwand von rund 600 000 Euro macht Königsbronn heuer nun mal einen Anfang. Die Belagserneuerung auf dem „Zahnbergsträßle“ nach Ochsenberg steht an, außerdem die Sanierung der Verbindungsstraße Zang/Forstweg, was in der Waldsiedlung zu Veränderungen führen wird.

Zum gewohnten Straßenbild in diesem Wohnbezirk gehört seit vielen Jahren zum einen der Parkstreifen/Grünstreifen entlang dem Forstweg, der Fahrzeughaltern unter schattigen Bäumen gerne genutzte Stellplätze bietet. Zum anderen die Verkehrsinsel am Übergang zum Steinheimer Weg, bei der der Bus schon immer Schwierigkeiten hatte, sie zu umrunden. Abgeschrammte Randsteine am Gehweg auf der gegenüberliegenden Seite künden von diesen Problemen.

Doch sowohl die Tage des Parkstreifens als auch der Verkehrsinsel sind gezählt, beide Gestaltungselemente sollen im Zuge der anstehenden Straßensanierung entfallen, der Straßenraum neu gestaltet werden. Was konkret unter anderem bedeutet, dass im Bereich der Verkehrsinsel vier Stellplätze für Dauerparker geschaffen werden sollen. Und: Der gerne genutzte grüne Parkstreifen soll neuen Parkbuchten weichen, um Platz auf der Straße zu schaffen.

„Zum schnellen Durchfahren“, befürchtete nicht nur Gemeinderätin Margit Stumpp und wandte sich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, in der die Sanierungsplanung vorgestellt wurde, strikt gegen die geplante Änderung, die „Raserei“ begünstige. Ihr Antrag jedoch, auf die Neugestaltung des grünen Parkstreifens zu verzichten, fand mit insgesamt drei Pro-Stimmen Unterstützung nur in den eigenen Reihen. Die große Mehrheit des Gemeinderates war jedoch, wie von Wolfgang Lutz zum Ausdruck gebracht, der Meinung, es sei sinnvoll und durchdacht, das knapp 600 000 Euro umfassende Sanierungskonzept wie von Ortsbaumeister Jörg Bielke vorgestellt, komplett umzusetzen.

Insgesamt 630 000 Euro sind heuer im Haushaltsplan der Gemeinde für Straßensanierungen vorgesehen, 30 000 davon, so Jörg Bielke, „brauchen wir dringend, um die größten Schlaglöcher füllen zu können“. Von den rund 600 000 Euro Aufwand entfallen knapp 140 000 Euro auf die Belagserneuerung des Zahnbergsträßles, die in zwei Abschnitten vonstatten gehen soll.

Mit 456 000 Euro verschlingt dagegen die Sanierung der Verbindungsstraße Zang von der Abzweigung bei der L 1123 über den Forstweg bis zum Steinheimer Weg in der Waldsiedlung inklusive Neugestaltung Parkrandstreifen und Verkehrsinsel. Ausgebaut werden soll im Zufahrtbereich „breit genug auch für höheres Verkehrsaufkommen und schwerere Fahrzeuge“. Nicht vergessen will man die Anpassung der Anschlüsse zu den einmündenden Straßen, abgesenkte Bordsteine und eine Modernisierung der Bushaltestelle.