Niederstotzingen/Sontheim Marode Holzbrücke bei Niederstotzingen wird ausgetauscht

Die Radbrücke auf der Gemarkungsgrenze zwischen Niederstotzingen und Sontheim soll ausgetauscht werden. Dafür trafen sich die Technischen Ausschüsse der Kommunen.
Die Radbrücke auf der Gemarkungsgrenze zwischen Niederstotzingen und Sontheim soll ausgetauscht werden. Dafür trafen sich die Technischen Ausschüsse der Kommunen. © Foto: Rudi Weber
Niederstotzingen/Sontheim / Patrick Vetter 20.06.2018
Die Radbrücke auf der Grenze zwischen Niederstotzingen und Sontheim muss erneuert werden. Dabei wollen die Kommunen zusammenarbeiten.

Mit der Fahrradbrücke, die exakt auf der Gemarkungsgrenze zwischen Sontheim/Brenz und Niederstotzingen liegt, haben sich jetzt die Technischen Ausschüsse der beiden Kommunen beschäftigt. Der Steg ist marode, bei den Sanierungskosten will man halbe-halbe machen.

Der Holzsteg wurde 1991 eingeweiht

Zum Vor-Ort-Termin kamen die Gemeinde- und Stadträte zum Teil mit dem Fahrrad, um sich ein Bild der Lage zu machen. Der 1991 eingeweihte Holzsteg, sagte Marcus Bremer, Bürgermeister in Niederstotzingen, sei bald nicht mehr befahrbar, eine Diele habe man schon austauschen müssen. „Wir haben wegen der maroden Brücke schon Rückmeldungen aus der Bevölkerung bekommen“, so Bremer weiter. Deshalb wollten sowohl er als auch Sontheims Bürgermeister Matthias Kraut möglichst schnell eine Entscheidung fällen. Zwei Angebote wurden vorher eingeholt. Für eine Aluminiumbrücke müssten die Kommunen rund 17 500 Euro in die Hand nehmen, eine Holzbrücke kostet 10 600 Euro.

Brücke könnte breiter werden

Peter Ruff von der Zimmerei Ruff aus Niederstotzingen stellte sein Angebot für eine Brücke aus Lärchenleimholz vor. Im Vergleich zur alten Brücke solle das Geländer höher werden. Da die 1,50 Meter breite Brücke bisher relativ schmal war, kam der Wunsch auf, sie etwas zu verbreitern. „Auf beiden Seiten könnte man noch etwa zehn Zentimeter rausholen“, so Ruff. „Breiter kann man es machen, aber nicht breit genug für Autos“, sagte Kraut.

Welches Material ist das richtige?

Kraut und Bremer sprachen sich aus Kostengründen für die Holzversion des Fahrradstegs aus. Der Sontheimer Gemeinderat Walter Unseld (FWV) hielt eine beständigere Lösung für angebracht, da man sonst in 30 Jahren das gleiche Problem haben werde wie jetzt. Eine Verdolung, also ein betonierter Weg über den Graben mit einem Durchlass für Wasser und Tiere, sei laut Unseld sinnvoller. „Die Unterhaltung wäre natürlich billiger“, so Bremer, dieses Vorgehen wäre aber verbunden mit Gutachten bezüglich Hochwasser und Amphibienwanderungen. Außerdem gebe es dann laut Kraut sicher Auflagen für den Bau.

Keine zwei Verdolungen

Bereits ein paar Meter neben der Brücke führt der Graben, durch den Amphibien wandern, unter den Bahngleisen hindurch, so der Niederstotzinger Stadtrat Karl-Heinz Hirschbolz (Bürger- und Wählerinitiative). Der Niederstotzinger Ausschuss stimmte einstimmig für eine Brückenlösung aus Holz.

Variante aus Holz und Metall soll geprüft werden

Die Sontheimer entschieden sich mit sechs zu vier Stimmen auch für eine Brücke, konnten sich aber auf keine Variante einigen. So stellte Reiner Lindenmayer (SPD) den Antrag, eine holzbelegte Ausführung mit einer Metall-Grundkonstruktion als Möglichkeit mit aufzunehmen. Das sei eine beständige und optisch schöne Variante.

Es soll dafür nun erst noch ein Angebot eingeholt werden, bevor in den einzelnen Ausschüssen abgestimmt wird und ein weiteres Treffen zur Entscheidungsfindung stattfinden kann.

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