Heldenfingen Maifest: Den Supercup erfolgreich verteidigt

Das muss man können: Zwei Mitglieder der Langenauer Stadtkapelle spielten beim „Supercup der Blasmusik“ im Rahmen des Heldenfinger Maifests gemeinsam auf einer Trompete und wurden von einem Musiker an der Zugposaune (rechts) begleitet.
Das muss man können: Zwei Mitglieder der Langenauer Stadtkapelle spielten beim „Supercup der Blasmusik“ im Rahmen des Heldenfinger Maifests gemeinsam auf einer Trompete und wurden von einem Musiker an der Zugposaune (rechts) begleitet. © Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Heldenfingen / Klaus-Dieter Kirschner 01.05.2018
Über 1000 Besucher erlebten fast fünf Stunden den „Supercup der Blasmusik“ – mit der Stadtkapelle Langenau als erneutem Sieger. Noch bis Dienstag war Festbetrieb in Heldenfingen.

Einer der Höhepunkte des traditionsreichen Maifests in Heldenfingen war am Sonntag im allerdings zunächst nur halbgefüllten Festzelt der „Supercup der Blasmusik“, der zum dritten Mal veranstaltet wurde und dem man einen Riesenerfolg bescheinigen muss. Auch das Zelt füllte sich dann zusehends. Der gastgebende Sportverein hatte den Musikverein Stadtkapelle Langenau als Pokalverteidiger, die Gussenstadter Blasmusik, die Heldenfinger Musikanten sowie eine „Band Connection“ als Teilnehmer gewinnen können.

Rund um die „Jägers-Buben“ hatte sich letztere Formation gebildet und mit ihrer Art der Präsentation von Polka um ein Haar den Langenauern die Pokalverteidigung vermasselt. Unter Leitung von Basti Jäger fanden sich hier Musikanten aus Bächingen, Dettingen, Gerstetten, Heuchlingen, Heldenfingen und Herbrechtingen zusammen. Ihre Darbietung war ganz nach dem Geschmack der Zuhörer. Der Beifall diente als Gradmesser.

Mit Harry Zimmermann hatte der Sportverein einen Vollblut-Volksmusiker als Conférencier verpflichtet, der durch den Abend plauderte und manche Schwächen der Tontechnik vergessen ließ. Per Los wurde die Reihenfolge der jeweils einstündigen Auftritte der Kapellen festgelegt. Der Konzertmarsch „Dem Land Tirol die Ehre“ wurde neben der Polka vom Franz auf der Vogelwiese zu den Hits des Abends. Teils sangen die Leute mit und veranlassten die Musiker zu Zugaben, nachdem der Applaus minutenlang angedauert hatte.

Die Ouvertüre des Abends fiel per Losentscheid dem Musikverein Gussenstadt zu, der erwartungsgemäß unter seinem Dirigenten Holger Vogel zu Hochform auflief und feine Solisten in seinen Reihen hatte: Lars Bischoff und Matthias Häcker an der Trompete oder Silke und Holger Vogel als Gesangssolisten. Ein bisschen Show muss bei so einem Auftritt natürlich sein – mit dem „Egerländer Musikantenmarsch“, einer Schunkelpolka und „Ciao d’Amore“.

Eine kleine, aber feine Truppe sind die Heldenfinger Musikanten unter Philipp Gröber. Die 15 Musiker gaben ihr Bestes und sie brachten tolle Stimmung ins Festzelt. Ein Schmankerl waren der „Sommernacht-Rock“ und „Die weiße Rose“, die von Philipp Gröber und Silvia Kopp als Gesangssolisten dem Publikum überreicht wurde.

Die Bühne im Festzelt war für die Stadtkapelle Langenau unter Dirigent Florian Helgenmair viel zu klein. So ein Orchester mit üppig besetzten Registern kann wahrlich aus dem Vollen schöpfen und so war die damit verbundene Musikshow vom Allerfeinsten. Das Medley von den „Blues Brothers“ brachte die Festgäste auf Touren und wurde nur noch übertroffen von einem „Supercup-Medley“, bei dem es die Musiker mächtig krachen ließen. Und das nicht bloß, als der Show halber das Fell der großen Trommel platzte. Bei der Zugabe „Tage wie diese“ war das Publikum völlig aus dem Häuschen. Damit war eigentlich die Pokalverteidigung ziemlich sicher.

Applaus in Dezibel gemessen

Doch dann folgte der schon erwähnte Auftritt der Band Connection, und zu später Stunde kam es dann zum Schwur. Vor nur noch wenigen hundert Leuten fiel das Ergebnis unerwartet knapp aus. Den Supercup holte sich zum zweiten Mal die Stadtkapelle Langenau (111 Dezibel), knapp dahinter mit einem Dezibel Abstand folgte Basti Jägers Connection. Platz drei ging an Heldenfingen (107 Dezibel). Gussenstadt (106 Dezibel) tröstete sich mit dem vierten Platz unter Hinweis auf den Olympischen Gedanken: Dabei sein ist alles.

Im Festzelt war mit dem Sonntagabend aber natürlich noch nicht Schluss. Das Heldenfinger Maifest dauerte bis Dienstag an – unter anderem mit dem Tanz in den Mai und jeder Menge Stimmungsmusik.

Bis hin zum Ausklang Dienstagabend: ein gelungenes Maifest in Heldenfingen

Insgesamt sehr zufrieden zeigte man sich am Maifeiertag Dienstag beim Heldenfinger Sportverein als Veranstalter des viertägigen Traditionsfests. Nach gutem Auftakt am Samstag und dem Erfolg mit dem „Supercup der Blasmusik“ am Sonntag lockten auch die beiden letzten Tage viele Menschen ins Festzelt.

Für den Tanz in den Mai am Montag hatte der SV auch 2019 wieder die Cover-Band Lost Eden engagiert, die mit Rock und Pop einheizte. Dass dieser Tag, um den sich das ganze Fest einst entwickelte, wie erwartet der besucherstärkste Festtag werden dürfte, bestätigte sich: Das Zelt war komplett voll. Vor der Bühne war aber Platz für die Tänzer freigehalten worden, der auch genutzt wurde. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert und beinahe – aber glücklicherweise nicht ganz – wären sogar noch die Getränke ausgegangen.

Am Maifeiertag stand zum Abschluss der typische Maihock an. Gerade weil das Wetter etwas weniger glänzte, füllte sich das Festzelt bestens. Der Musikverein Heldenfingen und die Albkapelle Dettingen unterhielten die zahlreichen Gäste.

Unangenehme Vorkommnisse, die ein Eingreifen von Polizei oder anderen Einsatzkräften erfordert hätten, musste der veranstaltende SV glücklicherweise bis in den späten Nachmittag Dienstag während der vier Festtage nicht registrieren. dam