Fasching Luisa I. und Niclas I. sind das kleine Prinzenpaar in Dischingen

Als kleines Prinzenpaar kommen in den nächsten Wochen eine Menge Auftritte auf Luisa und Niclas zu.
Als kleines Prinzenpaar kommen in den nächsten Wochen eine Menge Auftritte auf Luisa und Niclas zu. © Foto: Kathrin Schuler
Kathrin Schuler 09.01.2018
Prinzessin Luisa I. und Prinz Niclas I. heißt Dischingens diesjähriges kleines Prinzenpaar. Acht Jahre lang stand Luisa dafür auf der Warteliste, Niclas bekam den Posten über Nacht.

Prinzessin wird man nicht über Nacht, das weiß Luisa Bosch genau. Ganz so wie im Film klappt das im echten Leben eben nicht: Acht Jahre lang musste sie warten. Am Samstag, 13. Januar, wird sie nun aber endlich beim Eröffnungsball des Faschingsvereins Dischingen als Prinzessin Luisa I. inthronisiert. Gemeinsam mit ihrem Prinzen, Niclas I., ist sie das diesjährige kleine Prinzenpaar.

Für den kleinen Prinzen lief das Ganze da schon etwas märchenhafter ab: Niclas Randler kam nicht nur quasi über Nacht zu seinem Posten, sondern auch zum Fasching überhaupt. „Ich bin eigentlich kein Faschings-Narr“, meint der Zehnjährige. Als Luisa ihn dann aber vor den Sommerferien fragte, ob er ihr Prinz sein wolle, war ihm klar gewesen: „Jetzt muss ich handeln, sonst hab ich die Chance verpasst“, erzählt Niclas. Für jede hätte er das allerdings nicht gemacht. Da er und Luisa aber „nichts gegeneinander“ hätten, wollte er sich die einmalige Gelegenheit dann doch nicht entgehen lassen.

Acht Jahre warten auf den Thron – verliert man da nicht irgendwann die Lust? „Die Frage hat sich mir überhaupt nicht gestellt“, sagt die neunjährige Luisa. Mit dem Opa als Gründungsmitglied des Vereins, Mama und Cousinen als Prinzessinnen-Vorbilder ist ihr die Liebe zum Fasching quasi mit in die Wiege gelegt worden. Schon seit fünf Jahren ist sie selbst aktives Mitglied, hat bereits in der kleinen Garde und auch bei den Show-Minis getanzt. Dadurch weiß sie auch, dass das kleine Prinzenpaar jede Menge Verantwortung trägt. „Wir halten eine Rede, tanzen den Prinzentanz, verleihen die Orden und dürfen die Süßigkeiten werfen beim Kinderball und auf dem Umzug“, erklärt Luisa. Knapp 30 Auftritte in fünf Wochen gilt es zu meistern.

Walzer, Showtanz, Rede halten

Um den Erwartungen gerecht zu werden, wird seit August fleißig geprobt. „Am Anfang nur einmal pro Woche, jetzt üben wir aber zwei bis drei Mal“, sagt die künftige Prinzessin. Walzer und Showtanz studieren sich schließlich nicht von selbst ein und auch die Rede will geübt sein. Neben der Schule ist das für die beiden Viertklässler mitunter ganz schön stressig. „Eigentlich spiele ich Fußball, aber mit dem Training mache ich jetzt erstmal Pause“, erzählt Niclas. Ganz so schlimm sei das aber auch nicht. Dafür ist er in der Faschingsgesellschaft eine der Hauptpersonen, worauf er sich besonders freut.

Ein bisschen Aufregung ist mittlerweile aber auch dabei. „Davor, dass der Tanz schief geht, habe ich ein bisschen Angst“, sagt Niclas. Dabei sitzt der laut den Eltern bereits tadellos – ebenso wie die eigens maßgeschneiderten Kostüme. „Ich trage ein echtes Prinzessinnenkleid“, schwärmt Luisa. Mehr wollen die zwei jedoch noch nicht verraten, bis zum Eröffnungsball bleiben die Details geheim. Nur bei der Farbe geben sie einen Tipp: „Es ist nicht pink. Ich wusste ja im Vorfeld, dass er das auf keinen Fall will“, verrät Luisa. Für sie das absolute Highlight am Prinzessinnen-Dasein: „Statt wie alle ,Narro‘ zu rufen, darf ich dieses Mal das ,Heil‘ beim Schlachtruf entgegnen“, erklärt sie.