Garten Lehrreiches über blühende Obstbäume

Spaziergang am Sonntagnachmittag: Eine Exkursion führte in Gerstetten zu den „duftenden“ und gerade prächtig blühenden Obstbäumen. Nabu und Volkshochschule ermöglichten den Blick über viele Zäune.
Spaziergang am Sonntagnachmittag: Eine Exkursion führte in Gerstetten zu den „duftenden“ und gerade prächtig blühenden Obstbäumen. Nabu und Volkshochschule ermöglichten den Blick über viele Zäune. © Foto: Junginger
Gerstetten / 13.05.2013
Thomas Junginger vom Nabu Gerstetten, konnte über 30 Obstbaumfreunde am Sonntagnachmittag zu Füßen des Gerstetter Wasserturms zum Spaziergang begrüßen. Das Thema: „Der Duft der Streuobstblüten“.

Zu dieser Exkursion hatten Volkshochschule und Nabu Gerstetten eingeladen. Thomas Junginger, der Sohn von Friedrich Junginger, ist seit ein paar Jahren leidenschaftlicher Obstbaumfreund und erarbeitete sich viel Wissen rund ums Streuobst.

Den Teilnehmern zeigte er ein Blütenbarometer, damit sie bestimmen konnten, in welchem Blühstadium sich die Obstbäume bereits befinden. Am Fuchsweg sahen die Spaziergänger, dass Kirschbäume in der Vollblüte standen, Apfel- und Birnbäume leider erst in der Aufbruch-Phase sind. Junginger beschrieb die Vorzüge von kleinwüchsigen Obstbäumen in Hausgärten und machte deutlich wie sich das Mikroklima durch Bäume in den Ortschaften verbessern lässt.

An der Heldenfinger Straße bestaunten die Wanderer den Birnen-Wandspalierbaum der Sorte „Gräfin von Paris“ von Otto Erhardt. Diese stand in Vollblüte. Außerhalb des Dorfes, an der Heldenfinger Straße, erklärte Junginger die Funktion von Straßenbegrenzungsbäumen. Elf Hochstämme wurden dort 1995 anlässlich des Europäischen Naturschutzjahres durch Albverein und Nabu gepflanzt. Viele Tiere wie Insekten, Vögel und Fledermäuse, finden mittlerweile in diesen Bäumen Nahrung und Lebensraum. Auch die Menschen profitieren von den Bäumen, bereichern sie doch das Landschaftsbild in allen Jahreszeiten, erläuterte Thomas Junginger.

Am Ameisenbühl angekommen, bot sich ein herrlicher Blick übers Tal, in dem noch einige Reste von Streuobstwiesen vorhanden sind. Dort beschrieb Junginger wie Streuobstwiesen gepflegt und bewirtschaftet werden sollten. Dass Streuobst wichtig für Bienen und andere Insekten ist, sagte er und dass es ohne Bienen keine Befruchtung von Blüten gibt. „Eigentlich sollten die Bäume die abgegangen sind ersetzt werden“, bedauerten viele der Teilnehmer.

Im Garten der Jungingers angekommen, ging er auf alte Obstsorten, wie Boskoop, Brettacher, Danziger-Kant-, Rote Sternrenette und auf die Neuanlage einer Streuobstwiese ein und wie diese zu pflegen ist. Über dreißig verschiedene Obstsorten wachsen mittlerweile dort.

Mit Kaffee und Apfelsaft schmeckte dann ein Hefezopf und Brezeln besonders gut, so dass die Dabeigewesenen mit neuer Obstbaum-Inspiration und gestärkt nach Hause kamen.