Kreis Heidenheim Land fördert Sanierung von zwei Brücken

Für den Neubau der maroden Brücke in Bergenweiler wird der Landkreis Fördermittel vom Land bekommen.
Für den Neubau der maroden Brücke in Bergenweiler wird der Landkreis Fördermittel vom Land bekommen. © Foto: Archiv/mb
Kreis Heidenheim / HZ 19.06.2018
Erstmals gibt es Landesfördermittel für derartige Vorhaben. Auch Bergenweiler und Dischingen profitieren hier.

Bergenweiler/Dischingen. Das Land unterstützt erstmalig die Landkreise und Kommunen bei der Sanierung von Brücken in deren Baulast. Hierfür legte die Landesregierung für die Jahre 2017 bis 2019 einen kommunalen Sanierungsfonds auf. Es stehen insgesamt rund 84,4 Millionen Euro zur Verfügung, davon 43 Millionen Euro im Jahr 2018.

Nach Feststellung ihrer Förderfähigkeit durch das Regierungspräsidium Stuttgart wurden auch der Neubau der Brenzkanalbrücke in Bergenweiler mit Gesamtkosten von 920 000 Euro und die Sanierung der Egaubrücke in Dischingen-Iggenhausen mit Gesamtkosten von 192 000 Euro vom Verkehrsministerium in das Programm aufgenommen.

Die zuwendungsfähigen Kosten für beide Förderanträge werden jetzt genau geprüft. Der Fördersatz im kommunalen Sanierungsfonds beläuft sich auf 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Nach abschließender Prüfung werden die Maßnahmen mit festgelegter Zuwendungshöhe bewilligt. Dann können die Vorhabensträger – im Fall Bergenweiler der Landkreis Heidenheim, im Fall Iggenhausen die Gemeinde Dischingen – mit dem Bau beginnen.

„Mit dem kommunalen Sanierungsfonds unterstützt die Landesregierung erstmalig die Kommunen bei der Sanierung der in die Jahre gekommenen Infrastruktur. Damit helfen wir, Problembrücken rechtzeitig zu sanieren, damit Sperrungen vermieden werden können. Ein derartiges Förderprogramm wurde noch von keiner Landesregierung aufgelegt und ist für Baden-Württemberg daher ein Novum“, so Verkehrsminister Winfried Hermann.

Insgesamt sollen in Kürze 181 Anträge von Landkreisen und Gemeinden genehmigt und risikobehaftete Bauwerke ertüchtigt werden. „Das Förderprogramm ist ein absoluter Erfolg. Die kommunale Resonanz ist groß. Alle Mittel können abgerufen werden. Ich freue mich, dass es damit gelingt, das Reparaturtempo an kommunalen Brücken zu erhöhen“, so Hermann. Alle zuwendungsfähigen Projekte, die 2018 nicht bewilligt werden können, werden automatisch in die nächste Stichtagsrunde zum 15. April 2019 einbezogen. „Damit senden wir ein klares Signal, dass wir die Kommunen nicht im Stich lassen“, erklärte der Minister.

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