Musik Zweite CD der Eiszeitflötenspielerin

Musik in der Eiszeithöhle: Die Flötistin Monika Dalferth (links) hat jetzt eine CD eingespielt.
Musik in der Eiszeithöhle: Die Flötistin Monika Dalferth (links) hat jetzt eine CD eingespielt. © Foto: privat
Itzelberg / Manfred Allenhöfer 04.09.2018
Gabriele Dalferth hat eine zweite CD eingespielte. Sie spielt auf Flöten aus Schwanenflügelknochen und Elfenbein.

Als Eiszeitflötenspielerin ist die Itzelbergerin Gabi Dalferth zusehends gefragt, zum Beispiel unlängst beim Auftakt der Landesausstellung Baden-Württemberg in Karlsruhe zu Fauna und Flora der Eiszeit. Und jetzt liegt ihre zweite CD vor, die in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Weltmusiker Christoph Haas und der „Banda Maracatú“ entstand und am 22. September ab 16 Uhr in einem Konzert im Hohlen Fels bei Schelklingen präsentiert wird.

Dalferth, gelernte Lehrerin (Deutsch und Kunst) des Jahrgangs 1955, war lange Musiklehrerin an der Musikschule Oberkochen/Königsbronn. Einen guten Namen als Musikerin in der Region hat sich die Flötistin auch mit ihrer Band „Tune Up“ gemacht.

Flöten aus Schwanenflügelknochen

Die von Dalferth handgefertigten Instrumente bestehen, wie die Originale, an denen sie sich orientieren, aus unterschiedlichen Materialien: drei verschiedene Flöten aus Schwanenflügelknochen unter anderem sind auf der CD namnes „Vision“ mit ihren 18 Titeln zu hören, dazu eine aus Rentierknochen und eine aus Mammut-Elfenbein.

Aus unterschiedlichen Flötenformen zaubert Dalferth unterschiedliche Klänge und Töne – passend zur jeweiligen Instrumentierung durch die Banda Maracatú.

Musik-Archäologie

Seit mittlerweile 25 Jahren spielt der Stuttgarter Percussionist Christoph Haas in Höhlen der Alb mit einer Vielzahl archaischer Instrumente, seit 2002 auch mit der Banda Maracatú an seiner Seite. Sein Tun versteht er ausdrücklich als „Musik-Archäologie“.

Zur neuen CD meint Haas: „Altes kann neu werden. Zur Lösung gegenwärtiger Menschheitsprobleme kann auch scheinbar Überholtes existenziell wichtige Impulse geben“. Seine „künstlerische Spurensuche“ soll für eine Öffnung der Zuhörer sorgen – auch gegenüber seinen „fernen Nächsten“. Entstanden ist so ein Tonträger mit „zeitgenössischer archaischer Musik“.

Karten für das Konzert zur CD-Präsentation sind im Ticketshop des Heidenheimer Pressehauses, in allem HZ-Geschäftsstellen und online unter ticketshop.hz.de erhältlich.

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