Dischingen Kommentar: „Kritiker unerwünscht“

Klaus Dammann
Klaus Dammann
Dischingen / hz 16.05.2018
Zur Sitzung des Regionalverbands kommentiert Klaus Dammann.

Terminkalender sind eine nicht zu unterschätzende Errungenschaft. Was darin eingetragen ist, kann nicht so einfach vergessen werden.Unter dem 13. Juli stand für Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl die nächste Sitzung des Regionalverbands verzeichnet. Nun findet aber schon am heutigen Mittwoch eine solche Sitzung statt, bei der es unter anderem auch nochmals um ein Vorranggebiet zur Rohstoffsicherung von Suevit bei Hofen gehen soll. Und just diesen für die Gemeinde doch wichtigen Termin kann der Schultes aufgrund anderer Verpflichtungen nicht wahrnehmen.

Zwischen Jakl und dem einladenden Verband bestehen Differenzen über das neue Datum. Der Bürgermeister sagt, man habe diesen Termin in der Sitzung des Ältestenrats nicht fest beschlossen, weil das Oberhaupt der betroffenen Gemeinde nicht dabei sein kann. Der Verband sagt dagegen, der Ältestenrat habe den Termin festgesetzt.

Nun mag es schon einfach sein, dass hier ein schlichtes Missverständnis vorliegt. Entscheidender aber ist die Frage, warum man beim Verband so fixiert auf das heutige Datum geblieben ist, obwohl Bürgermeister Jakl und Heidenheims Landrat sich doch um eine Verlegung bemühten. Es hilft also nichts: Der Eindruck, dass bewusst ein Termin gewählt wurde, bei dem der Widersacher durch Abwesenheit glänzt, lässt sich nicht wegdiskutieren. Kritiker sind hier offensichtlich unerwünscht und die Maxime, nach der vom Regionalverband in diesem Fall gehandelt wird, heißt Dreistigkeit siegt.

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