Versammlung Kreisfeuerwehrverband: Die Jugend mit starken Partnern ins Boot holen

Ehrungen auf der Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in der Heuchlinger Festhalle: Kreisvorsitzender Uli Steeger (links) zeichnete Manfred Wiedenmann (Zweiter von links) mit dem Ehrenkreuz in Silber aus; Steeger-Stellvertreter Peter Becher (Dritter von links) erhielt die Auszeichnung in Gold. Gold gab es auch für Kreiskassierer Martin Brunner (Zweiter von rechts) vom Deutschen Feuerwehrverband. Dessen Vizepräsident Ulrich Behrendt (rechts) nahm die Ordensüberreichung im Auftrag von Präsident Hans-Peter Kröger vor.
Ehrungen auf der Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in der Heuchlinger Festhalle: Kreisvorsitzender Uli Steeger (links) zeichnete Manfred Wiedenmann (Zweiter von links) mit dem Ehrenkreuz in Silber aus; Steeger-Stellvertreter Peter Becher (Dritter von links) erhielt die Auszeichnung in Gold. Gold gab es auch für Kreiskassierer Martin Brunner (Zweiter von rechts) vom Deutschen Feuerwehrverband. Dessen Vizepräsident Ulrich Behrendt (rechts) nahm die Ordensüberreichung im Auftrag von Präsident Hans-Peter Kröger vor. © Foto: Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Heuchlingen / Klaus-Dieter Kirschner 23.05.2013
„Die Planungen für die Zukunft sind Führungsaufgabe“, schärfte der alte und wiedergewählte Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Uli Steeger, bei der Hauptversammlung in der Festhalle seinen Zuhörern ein: „In problematischen Zeiten müssen wir Stärke zeigen und mit guten und durchdachten Konzepten überzeugen.“

In der vom Spielmannszug der Feuerwehr Giengen umrahmten Versammlung wurde die bisherige Vorstandsspitze des Kreisfeuerwehrverbandes in geheimer Wahl bestätigt: Vorsitzender Uli Steeger, Stellvertretende Vorsitzende Peter Becher und Eberhard Kieser sowie Hans-Frieder Eberhardt als Schriftführer.

Landrat Thomas Reinhardt bescheinigte den Feuerwehren „rund um die Uhr hervorragende Arbeit“. Sie könnten das nur, „wenn Ausrüstung und Ausbildung auf modernstem Stand sind“. Beschaffungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro seien geplant. Abzüglich der Landeszuschüsse würden 900 000 Euro seitens der Städte und Gemeinden finanziert. Reinhardt zeigte sich froh über die Fusion der Rettungsdienste aus Ulm und Heidenheim. Die gemeinsame Leitstelle in Aalen bleibe und werde unter anderem mit einem Zuschuss in Höhe von 70 000 Euro aus dem Kreis Heidenheim auf modernen Stand gebracht. Reinhardt erwähnte das von ihm ins Leben gerufene „Netzwerk Blaulicht“, das ein Beitrag zur Stärkung des Ehrenamtes sei und Lösungen in der Nachwuchsfrage erarbeiten solle.

Das Thema Nachwuchs beschäftigt die Feuerwehren im Kreis Heidenheim schon lange. Verbandsvorsitzender Uli Steeger erwähnte in seinem Jahresbericht den Workshop „Die Zukunft im Blick“ in Bartholomä und die dort entwickelten Thesen und Ziele. Um die Ziele umsetzen zu können, benötige man professionelle wie finanzielle Unterstützung. Steeger: „Wir brauchen mit dem Landkreis und den Städten und Gemeinden starke Partner an unserer Seite. Dann kann es gelingen, dass wir mit dem Schriftzug ,Freiwillige Feuerwehr‘ auf unseren Fahrzeugen noch lange unterwegs sind.“ Als erste Maßnahme werde man das Fundament Jugendfeuerwehr verbreitern und die Stärken der Abteilungsfeuerwehren noch mehr nutzen.

Von großer Bedeutung werde die Nachbetreuung der Einsatzkräfte nach traumatischen Einsätzen, sagte Steeger und zeigte sich enttäuscht, dass eine im Herbst 2012 angebotene Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung so miserabel besucht gewesen sei. Steeger mahnte die Führungskräfte, die Fürsorge für die Feuerwehrleute ernst zu nehmen.

Der Redner zeigte sich mit der Außendarstellung der Feuerwehren und ihres Dachverbandes zufrieden, freute sich, dass der Ausbildungskoffer unverändert ein Renner sei und man in diesem Jahr den 500. ausliefern werde. Einen guten Start hatte der Arbeitskreis Nachwuchsgewinnung. Der Instrumentenanhänger für den Spielmannszug Giengen konnte in Dienst gestellt werden.

Für 2014 kündigte Steeger einen Workshop zum Thema „Miteinander reden“ an. Weitere Themen waren die neuen Uniformen, die die vor 60 Jahren eingeführten Klamotten ersetzen werden. Gründliches Nachdenken aber ist im Blick auf den Kreisfeuerwehrtag angesagt. Diese Traditionsveranstaltung dürfe nicht sterben und könnte auch ohne Bierzelt und nicht mehr an mehreren, sondern nur noch an einem Tag stattfinden. Ein gutes Beispiel habe dafür die Feuerwehr Heidenheim im Jahre 2011 abgeliefert, als sie im Brenzpark die Bürgerschaft zum 125. Feuerwehrgeburtstag eingeladen hatte.

Schriftführer Hans-Frieder Eberhardt fasste die Verbandsaktivitäten zusammen, zeigte auf, was an Themen in Vorstand und Verbandsausschuss bewegt wurde. Für Anfang Oktober ist eine Lehrfahrt nach Reisseck (Kärnten) geplant.

Mit einem Plus hatte Schatzmeister Martin Brunner seinen Finanzbericht für 2012 offeriert. Der Etat hatte ein Gesamtvolumen von 33 793 Euro. Der Überschuss in Höhe von 1340 Euro wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Etat 2013 mit einem Volumen 50 990 Euro fand die einmütige Zustimmung.

Für die Kassenprüfer hatte Stefan Braun nichts zu bemäkeln, sodass Bürgermeister Roland Polaschek den Beifall aller Zuhörer bekam, nach dem er den Amtsträgern für vorbildliche Arbeit den Dank abgestattet hatte.

Mit großem Beifall verabschiedete Uli Steeger den bisherigen Kommandanten der Werkfeuerwehr Bosch-Siemens, Ulrich Behrendt, nach 18 Jahren hervorragender Mitarbeit aus dem Verbandsausschuss. Als Vizepräsident im Deutschen Feuerwehrverband habe Behrendt wichtige Impulse gegeben und werde (hoffentlich) als Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes der Ostalb „weiter verbunden bleiben“. Der Geehrte dankte gerührt für alle Zeichen der Sympathie.

Einstimmig wurde beschlossen, 2015 die Verbandsversammlung in Niederstotzingen und 2016 in Steinheim abzuhalten.