Bauvorhaben Kreis saniert vier Straßen und widmet sich endlich der Brenzkanalbrücke in Bergenweiler

Eine Sanierung der Brenzkanalbrücke ist notwendig. Diese wird mittlerweile aber auf 800.000 Euro taxiert.
Eine Sanierung der Brenzkanalbrücke ist notwendig. Diese wird mittlerweile aber auf 800.000 Euro taxiert. © Foto: mb
Bergenweiler / Günter Trittner 06.12.2017
Man schrieb das Jahr 2015, als der Landkreis zum ersten Mal die Brenzkanalbrücke bei Bergenweiler sanieren wollte.

Es war einmal. So beginnen Märchen. So beginnen aber auch die Geschichten von Teuerungen. Man schrieb das Jahr 2015, als der Landkreis zum ersten Mal die Brenzkanalbrücke bei Bergenweiler sanieren wollte. Auf 400 000 Euro waren die Kosten von Fachleuten berechnet worden.

Weil das Land aber keinen Zuschuss gewähren wollte, wurde das Bauvorhaben vertagt. So wie 2016, so wie 2017. Für das kommende Jahr hofft man wieder, dass das Land mit einem 50-prozentigen Kostenanteil im Boot ist. Die Sanierung wird mittlerweile aber auf 800 000 Euro taxiert. Die kräftige Konjunktur hat die Baupreise kräftig steigen lassen. Über die von den Unternehmen verlangten „Mondpreise“ hatte sich Landrat Thomas Reinhardt im vergangenen Jahr noch deutlich mokiert. Dieses Jahr ging der Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt bei den Haushaltsberatungen stillschweigend über diese Zahl hinweg.

Dafür freuten sich dessen Mitglieder umso mehr, dass die Sanierung von Kreisstraßen ein Schwerpunkt bei den Investitionen des Landkreises für 2018 sind. 1,5 Millionen werden bereitgestellt. Auf 250 000 Euro ist die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Demmingen auf der K3001 taxiert, 400 000 Euro erfordert die Sanierung der Kreisstraße zwischen Sachsenhausen und der Landesgrenze, 750 000 Euro sind für den ersten Bauabschnitt der Straßenerneuerung zwischen Sontbergen und Gerstetten vorgesehen. Zuletzt gibt es noch 120 000 Euro für die Ortsdurchfahrt von Burgberg. Für die SPD hielt Kreisrat Walter Macher nochmals fest, dass seiner Fraktion daran gelegen sei, dass zuerst die Kreisstraßen mit den schwersten Schäden in Stand gesetzt werden. Landrat Reinhardt sah dies nicht anders, beharrte aber auf etwas Flexibilität zur Umsetzung.