Gundremmingen AKW: Erneut meldepflichtiges Ereignis bei Prüfvorgang

In Block C des AKW Gundremmingen kam es erneut zu einem meldepflichtigen Ereignis. Der benachbarte Block B ist seit Anfang 2018 nicht mehr am Netz.
In Block C des AKW Gundremmingen kam es erneut zu einem meldepflichtigen Ereignis. Der benachbarte Block B ist seit Anfang 2018 nicht mehr am Netz. © Foto: Archiv HZ
Gundremmingen / Catrin Weykopf 24.07.2018
Bei einer Prüfung kam es erneut zu einem meldepflichtigen Ereignis im Atomkraftwerk.

Im Wasserstoff-Abbausystem des Blocks C ist es am Mittwoch, 18. Juli, zu einem meldepflichtigen Ereignis gekommen. Wie der Kraftwerksbetreiber mitteilt, habe sich im Rahmen einer Prüfung ein Kompressor automatisch selbst abgeschaltet. Die Ursache für den Fehler werde derzeit noch untersucht, so der Betreiber, der darauf verweist, dass im „Anforderungsfall“ – also wenn es sich nicht um einen Test gehandelt hätte – ein weiteres baugleiches System und zusätzliche Wasserstoff-Abbausysteme verfügbar gewesen wären.

Der Vorfall ist das zweite meldepflichtige Ereignis binnen fünf Wochen. Mitte Juni war es im abgeschalteten Block B zu einem Fehler an einer Brandmeldeanlage gekommen. Bis der Fehler behoben und das Brandmeldesystem wieder intakt war, mussten Mitglieder der Werkfeuerfehr Brandwache halten.

Zuvor war es während der Revision von Block C zu weiteren zwei meldepflichtigen Vorfällen gekommen: Am 21. Mai war bei einer Dichtheitsprüfung des Sicherheitsbehälters ein Leck aufgetreten. In der Folge war Luft aus dem Sicherheitsbehälter in das Reaktorgebäude übergetreten.

Am 13. Mai war es infolge eines Gewitters zu einem Stromausfall gekommen. Die Trennung vom öffentlichen Netz hatte rund eine Stunde gedauert. In der Zwischenzeit wurde das Kraftwerk mit Hilfe eines Reservenetzes und mit Notstromgeneratoren versorgt. Alle vier Ereignisse wurden in die niedrigste Kategorie des Meldungssystems eingestuft. Gefahr für Personal, die Anlage oder die Umgebung habe bei keinem der Ereignisse bestanden, so der Kraftwerksbetreiber. Der ursprünglich gesetzte Zeitraum für die Revision war jedoch nicht mehr einzuhalten gewesen. Der Block konnte erst Ende Mai statt Mitte Mai wieder ans Netz gehen.

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