Königsbronn Draufgeblickt (2): Königsbronns Industrie-Koloss

Heute prägt die große Maschinenhalle das Gelände der SHW CT in Königsbronn.
Heute prägt die große Maschinenhalle das Gelände der SHW CT in Königsbronn. © Foto: Luftbild Geyer
Königsbronn / Carolin Wöhrle 31.07.2018
150 Meter lang, 16,5 Meter hoch und direkt an der Ortsdurchfahrt gelegen: Die große SHW-Maschinenhalle prägt seit acht Jahren das Ortsbild – ob man will oder nicht.

Die Königsbronner haben mittlerweile Erfahrung mit Baustellen, die sich gefühlt endlos hinziehen. Im Falle der großen Maschinenhalle der SHW CT war das definitiv anders: Baustart war im Dezember 2010.

Schon knapp vier Monate später konnten die ersten Maschinen in der Halle montiert werden. Im September darauf gingen sie in Betrieb. Das Tempo, in dem der Rohbau aus dem Boden gestampft wurde, war gerade deshalb so erstaunlich, weil es der Winter 2010/2011 in sich hatte: Knackige Minusgrade, viel Schnee, viel Wasser. Die Bautrupps konnte das offenbar nicht bremsen.

Nur so war es am Ende möglich, innerhalb des straffen Zeitplans 5500 Quadratmeter Hallenfläche inklusive zweier Großfundamente mit 3500 Tonnen Gewicht herzustellen.

Nicht jeder konnte sich daran aber erfreuen: Die riesige SHW-Halle liegt direkt an der B 19 und prägt nun seit knapp acht Jahren das Ortsbild. Die Urteile während der Bauzeit reichten vor Ort von bestenfalls „gar nicht so schlimm“ bis „potthässlich“. Ingenieur Ulrich Knöller, damals als Architekt für den Bau zuständig, bat seinerzeit um Geduld:

Gemeinsam mit der Geschäftsleitung wollte man sich bemühen, so viel wie möglich aus der Optik herauszuholen. Herausgekommen ist dabei der bekannte Verwaltungsbau, der der Halle vorgelagert ist: Mit Klinker-Steinen wurde der moderne Bau an die Optik der Shedhallen der ehemaligen Dreherei angepasst.

Und die Königsbronner wären keine Königsbronner, hätte man daraus keine Gemeinschaftsaktion gemacht: Zwei Dutzend Helfer versammelten sich an einem Samstag im Juli 2011 auf dem Gelände der SHW CT und klopften gut erhaltene Backsteine, die eins in den alten Hütten der Hüttenwerke verbaut waren.

Und eine Tatsache müsste selbst die schärfsten Kritiker zumindest ein wenig mit dem Riesen-Bau versöhnt haben: Durch die neue Halle wurden 25 neue Arbeitsplätze in Königsbronn geschaffen.

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