Rat Knapp 800.000 Euro für Egauschule bewilligt

Schon weit gediehen ist der Erweiterungsbau für die Dischinger Egauschule – hier eine Ansicht der Nordostseite. Die erwarteten Fördermittel bleiben jedoch für dieses Jahr aus. Dies hat deutliche Auswirkungen auf den aktuellen Haushalt der Härtsfeldgemeinde.
Schon weit gediehen ist der Erweiterungsbau für die Dischinger Egauschule – hier eine Ansicht der Nordostseite. Die erwarteten Fördermittel bleiben jedoch für dieses Jahr aus. Dies hat deutliche Auswirkungen auf den aktuellen Haushalt der Härtsfeldgemeinde. © Foto: Klaus Dammann
Dischingen / KLAUS DAMMANN 13.08.2014
Die Gemeinde ist weiterhin auf Einsparkurs, was die Kostenentwicklung für den im Bau befindlichen Erweiterungsbau der Egauschule angeht.

Ein weiterer großer Vergabeblock für den Schulhaus-Neubau beschäftigte jetzt den Gemeinderat. Alle Aufträge wurden vom Gremium einstimmig jeweils an den günstigsten Bieter erteilt. Die einzelnen Gewerke stellte Ortsbaumeister Harald Wörner in der Sitzung vor.

Die Fassadenarbeiten für 300 Quadratmeter Fassadenkonstruktion mit 14 Zentimeter starker Dämmung und abschließend vorgehängten Fassadentafeln übernimmt für die Angebotssumme von 71 730 Euro die Firma S+T Fassaden GmbH aus Pegau. Die Kostenberechnung hatte bei diesem Gewerk mit 60 392 Euro um 11 338 Euro unter der jetzt beschlossenen Vergabesumme gelegen.

150 Quadratmeter Polystyrol-Hartschaumplatten als 14 Zentimeter starke Dämmung mit abschließendem Außenputz wird die Firma Parisi aus Dischingen für 23 990 Euro anbringen. Dieser Auftrag fiel damit um rund 42 Euro teurer aus als berechnet.

Bei den Innenputzarbeiten ist auf 770 Quadratmeter Fläche Innenputz auf Mauer-, Beton- und Trockenbauwänden aufzubringen. Auch diese Aufgabe übernimmt die Firma Parisi. Das Angebot lag mit 14 313 Euro um 7701 Euro unter der Kostenberechnung.

8614 Euro billiger als berechnet kommen die Fliesenarbeiten, die von der Syrgensteiner Firma Lanzinger für 11 473 Euro ausgeführt werden. Bei den Bodenbelagsarbeiten (Linoleum) kann die Gemeinde 3171 Euro gegenüber der Kostenberechnung einsparen. Die Firma Wawrzinek aus Giengen hat für das Gewerk 20 293 Euro kalkuliert.

Schließlich erging noch der Auftrag für die Lieferung und Montage einer Zehn-Kilowattpeak-Photovoltaikanlage mit 36 Einzelmodulen auf dem Dach des Schulerweiterungsbaus. Um diese Aufgabe wird sich die Firma Röhm aus Ballmertshofen kümmern. Ihr Angebot von 15 699 Euro lag um 2829 Euro unter der Berechnung.

Mit der Solaranlage soll der Eigenverbrauch der Egauschule beim Strom unterstützt werden. Die Größe der Anlage war vom Planungsbüro als wirtschaftlichste Lösung ermittelt worden. Weiter galt es zu überprüfen, ob eine spätere Vergrößerung der Anlage auch den Eigenverbrauch der Egauhalle mit abdecken könnte. Es habe sich aber herausgestellt, dass dies laut des Erneuerbare-Energien-Gesetzes nicht erlaubt ist, da eine grundstücksübergreifende Einspeisung nur in unmittelbarer Umgebung möglich sei, so der Ortsbaumeister.

Bürgermeister Alfons Jakl ging abschließend auf die gesamte Bruttokostenkontrolle für das Bauvorhaben ein. Der Berechnung für die bisher ausgeschriebenen Gewerke in Höhe von 884 323 Euro stehe eine Vergabesumme von 772 392 Euro gegenüber. Somit liege die Gemeinde knapp 112 000 Euro günstiger als veranschlagt. Es kämen jedoch noch ein paar Gewerke hinzu. Berücksichtige man die Kosten für die Photovoltaikanlage, so seien bislang insgesamt Aufträge für 788 091 Euro vergeben – also 96 232 Euro weniger als die Gesamtberechnung ausweist. Die Solaranlage sei allerdings in der grundlegenden Kostenermittlung gar nicht enthalten gewesen.