Feuerwehr Klares Bekenntnis zur Abteilung Sontheim

Steinheim / Klaus-Dieter Kirschner 03.02.2014
Auf ein erfolgreiches Jahr mit allerdings einer deutlich gesteigerten Einsatzzahl blickte die Gesamtfeuerwehr Steinheim am Freitagabend im Manfred-Bezler-Saal zurück. Dort wurde für die Abteilung Sontheim mit Jörg Bosch ein neuer Abteilungskommandant gewählt. Bürgermeister Olaf Bernauer gab unter starkem Beifall bekannt, dass die Gemeinde an der Abteilung Sontheim mit eigenem Löschfahrzeug und eigenem Rüsthaus im Teilort festhalte.

„Die Feuerwehr ist die lebendigste und mutigste Bürgerinitiative. Was wären unsere Dörfer ohne schlagkräftige Feuerwehren?“ Der unvergessene Bundespräsident Richard von Weizsäcker hatte diesen Ausspruch einmal gemacht. Bürgermeister Olaf Bernauer griff dieses Zitat auf, um zugleich zu unterstreichen, wie wichtig ihm als Bürgermeister und dem Gemeinderat eine prima ausgebildete und gerüstete Feuerwehr ist. Aus dem Grunde wurden in den vergangenen drei Jahren zwei neue Einsatzfahrzeuge in Dienst gestellt und die Planungen für eine Erweiterung des Feuerwehrhauses in Steinheim weit vorangetrieben. Die Zuschussanträge seien gestellt, meldete Bernauer und hoffte auch auf die Fachförderung. Wenn auch Gelder aus dem Ausgleichsstock fließen, würden die Bauarbeiten nach den Sommerferien starten.

Parallel dazu wird die Feuerwehr weiter mit neuen Einsatz-Uniformen ausgestattet und der Kauf der neuen Ausgehuniformen Schritt für Schritt vollzogen, sagte Bernauer.

„Als eine ganz wichtige Entscheidung“ bezeichnete das Gemeindeoberhaupt das Bekenntnis zur Abteilung Sontheim an. Personell geht es dort wieder aufwärts. Trotz der räumlichen Nähe zu Steinheim halte man am Standort Sontheim fest. Das hat auch mit der Vielzahl hier vorhandener Bauernhöfe zu tun. Die Teilortswehr werde auch in Zukunft über ein Einsatzfahrzeug verfügen, sollte das jetzige Tragkraftspritzen-Fahrzeug seine Altersgrenze erreicht haben.

Der Stellvertretende Kreisbrandmeister Peter Becher freute sich über Bernauers klares Bekenntnis: „Die Feuerwehr Steinheim gilt als Vorzeige-Feuerwehr im Landkreis. Tolle Feuerwehrarbeit wird hier geleistet. Wo gibt es das sonst noch, dass bei einer Gesamtstärke von etwas mehr als 100 Mann 44 Feuerwehrleute keine einzige Übung versäumt und dass 20 Prozent der Mannschaft letztes Jahr einen von vielen Lehrgängen besucht haben?“

Becher zeigte sich dankbar für das Bekenntnis „zur dezentralen Lösung in Falle Sontheim“. Ansonsten sei 2013 für die Wehren im Landkreis ein eher ruhiges Jahr gewesen, „in dem den Feuerwehren Einsätze bei großen Unwettern und Überschwemmungen erspart geblieben sind“. Für 2015 kündigte Becher die Einführung des Digitalfunks an. Die Personallage der Feuerwehren im Landkreis nannte Becher „noch gut“ und würdigte alle, die sich speziell in der Jugendfeuerwehr um den Nachwuchs kümmern.

„In Steinheim weiß man das Ehrenamt Feuerwehr zu schätzten,“ stellte Uli Steeger als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes in seinem Grußwort fest und gab einen Überblick über die Verbandsarbeit im vergangenen Jahr und über das, was 2014 auf der Agenda steht. Er befürwortete zwar die Einführung einer Kinderfeuerwehr als Vorstufe zur Jugendfeuerwehr, sorgte sich aber auch, wie denn ein entsprechendes pädagogisches Konzept umgesetzt werden könne. Lehrerinnen oder Erzieherinnen müssten hier als Fachberater ins Boot geholt werden. Das Thema Nachwuchsgewinnung stehe ganz oben, auch wenn manche dies nimmer hören könnten. Um Migranten werde man sich kümmern und entsprechende Netzwerk-Veranstaltungen organisieren. Würde man im Bereich der Feuerwehren auf das Ehrenamt verzichten müssen, weil es kaum noch jemand auf sich nehmen möchte, dann würde das für die Gemeinden und Städte richtig teuer, sagte Steeger und forderte nicht bloß die Kommunen auf, hier werbend für den Feuerwehrdienst tätig zu werden. Die Arbeitskreise Aus- und Fortbildung, Einsatzleitung und Taktik sowie Nachwuchsgewinnung bräuchten weitere Ausbilder. Schließlich kündigte der Redner für den 5. und 6. Dezember den nächsten Workshop an, der unter der Frage als Thema steht: „Wie organisiere ich meinen Alltag?“

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